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KlimawandelFrühe Hitzewelle trifft Westeuropa – Rekorde und erste Tote in mehreren Ländern

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Italien, Rom: Ein Mann trinkt Wasser an einem Brunnen in der Innenstadt, während die Temperaturen auf mehr als 30 Grad Celsius steigen.

Ein Mann trinkt Wasser an einem Brunnen in der Innenstadt von Rom, während die Temperaturen auf mehr als 30 Grad Celsius steigen. 

Frankreich meldet sieben Todesfälle, London knackt Rekorde: Eine Hitzeglocke hält sich über Westeuropa.

Noch ist kein Sommer, aber heiß ist es trotzdem. In Frankreich und Großbritannien wurden bereits neue Temperaturrekorde für den Mai gemessen, während die Hitze in mehreren Regionen inzwischen nicht nur für Belastungen, sondern auch für erste Todesfälle sorgt.

In Frankreich kamen nach Behördenangaben bislang sieben Menschen im Zusammenhang mit der Hitzewelle ums Leben. Darunter sind mindestens fünf Todesfälle durch Ertrinken. Die Regierung warnte vor weiterer Vorsicht, da in Teilen des Landes weiterhin Temperaturen von bis zu 36 Grad erwartet werden. Besonders betroffen sind westliche Regionen, in denen der Wetterdienst Météo France die höchste Warnstufe ausgerufen hat.

Tropische Nächte und Warnungen in Spanien

Auch Großbritannien erlebt eine bislang beispiellose frühsommerliche Hitze. In Kew Gardens nahe London wurden am Montag 34,8 Grad gemessen – ein neuer Rekord für einen Maitag. Bereits in der Nacht zuvor war es in Londoner Vororten ungewöhnlich warm geblieben, mit Temperaturen, die nicht unter 21 Grad fielen. Der britische Wetterdienst Met Office rechnet in Teilen Südenglands und Wales weiterhin mit Werten bis zu 35 Grad.

Touristen schützen sich vor dem heißen Wetter unter einem Regenschirm auf der Westminster Bridge im Zentrum Londons.

Touristen schützen sich vor dem heißen Wetter unter einem Regenschirm auf der Westminster Bridge im Zentrum Londons.

Die ungewöhnliche Wetterlage sorgt auch in Spanien und Italien für Einschränkungen. In Spanien warnen Meteorologen vor Temperaturen von bis zu 38 Grad sowie sogenannten „tropischen Nächten“, in denen es selbst nachts kaum unter 20 Grad abkühlt. In der italienischen Region Latium wurden bereits Sonderregelungen eingeführt, um Arbeiten im Freien während der heißesten Tageszeiten zu vermeiden.

Meteorologen warnen vor neuer Normalität

In Deutschland erreichte die Hitzewelle derweil ihren Höhepunkt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet im Südwesten mit bis zu 34 Grad, sieht aber keinen neuen Temperaturrekord für den Mai. Während es im Süden heiß bleibt, sorgt eine Kaltfront im Norden bereits für Abkühlung – örtlich sogar mit der Gefahr von Bodenfrost in den Nächten.

Meteorologen erklären die Wetterlage mit einer sogenannten Hitzeglocke über Europa. Eine blockierende Hochdrucklage hält heiße Luft aus Nordafrika über dem Kontinent fest. Der britische Wetterdienst spricht in diesem Zusammenhang von einem deutlichen Hinweis auf den Klimawandel – und warnt, dass solche Extremtemperaturen künftig zur neuen Normalität werden könnten. (dpa/afp/sbo)