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Feuer-„Apokalypse“ in IndonesienFast 300.000 Krankheitsfälle nach heftigen Waldbränden

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Eine Person macht Fotos inmitten des dichten Dunstes, der durch Wald- und Torfbrände in Palangka Raya, Zentralkalimantan, Indonesien, verursacht wird.

Eine Person macht Fotos inmitten des dichten Dunstes, der durch Wald- und Torfbrände in Palangka Raya, Zentralkalimantan, Indonesien, verursacht wird.

Der Rauch der Brände zieht auch nach Singapur, Malaysia und Osttimor und hat dort ebenfalls zu zahlreichen Krankheitsfällen geführt.

In den von den Waldbränden betroffenen Teilen Indonesiens haben die Behörden seit Mitte August mehr als 280.000 Fälle von Atemwegsbeschwerden gezählt. Im Zeitraum von 18. August bis 13. Oktober wurden 283.270 entsprechende Erkrankungen registriert, erklärte Then Yuanti vom indonesischen Gesundheitsministerium am Mittwoch. Angaben zur Zahl der Todesfälle machte er nicht.

Indonesien kämpft seit Monaten gegen Brände, die weite Flächen von Wäldern und Torfgebieten verwüstet haben, vor allem auf Borneo, aber auch auf Sumatra und in Papua. Die Feuer sind während der Trockenzeit, die zwischen Oktober und November endet, an der Tagesordnung.

Klimaphänomen El Niño verstärkt Waldbrände

In diesem Jahr haben sie sich jedoch durch das Klimaphänomen El Niño verstärkt, das nach Einschätzung von Experten eines der stärksten seit Beginn vergleichbarer Aufzeichnungen vor 40 Jahren sein dürfte. Zehntausende Helfer sind im Einsatz, um die Feuer vor Ort zu bekämpfen.

Der Rauch der Brände zieht auch nach Singapur, Malaysia und Osttimor und hat dort ebenfalls zu zahlreichen Krankheitsfällen geführt. Die Konzentration von Feinstaub-Partikeln sei im Westen Singapurs auf „sehr hohem Niveau“, erklärte die Umweltbehörde am Mittwoch. Sie überschreite die die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen Grenzwerte bei Weitem.

Schulen in Osttimor geschlossen

Wegen des Rauchs verfügten die Behörden in Osttimor eine dreitägige Schließung der Schulen in dem Land. Die Bildungseinrichtungen blieben ab Donnerstag geschlossen, „um Schüler, Lehrer und andere Schulbedienstete“ zu schützen, hieß es. Im Freien sollten Bürger einen Atemschutz tragen. In den sozialen Netzwerken kursieren Aufnahmen, die dichten Rauch und Dunst in indonesischen Städten zeigen. Mitunter ist von „apokalyptischen Szenen“ die Rede. (afp/das)