Köln – Die Polizei Köln durchsucht am Dienstagmorgen insgesamt 70 Wohnungen und eine Firma in Köln und Umgebung wegen des Verdachts der Urkundenfälschung. Laut Polizeiangaben wird dem Verdacht der Herstellung gefälschter Impfausweise sowie des Ausstellens falscher Gesundheitszeugnisse nachgegangen.
Der Zugriff der sogenannten Ermittlungsgruppe „EG Stempel“ fand um sechs Uhr morgens statt, wie ein Polizeisprecher mitteilte, und erfolgte parallel in 70 Wohnungen in Köln, Leverkusen, dem Rhein-Erft-Kreis, dem Kreis Mettmann und im Oberbergischen Kreis. Ergebnisse der Durchsuchungen lägen noch nicht vor, so die Polizei.
Impfausweise gefälscht? Arzthelferin unter Verdacht
Die Ermittlungen richten sich laut Polizeiangaben hauptsächlich gegen eine Arzthelferin, die im Verdacht stehen soll, Impfausweise und digitale Impfzertifikate gefälscht zu haben. In diesem Zusammenhang habe „EG Stempel“ gegen 59 potenzielle Abnehmer ermittelt.
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Ermittelt wird laut Polizeiangaben in 15 weiteren Verfahren, in denen unter anderem unechte Impfausweise in Apotheken oder dem Arbeitgeber zur Digitalisierung vorgelegt worden sein sollen. Die Ermittlungen sollen sich insgesamt gegen 77 Beschuldigte im Alter zwischen 16 und 74 Jahren richten. (red)

