Während eines Praktikums soll Scobie die Methode des Hackings genutzt haben. Die Verteidigung wirft dem Biografen falsche Erinnerungen vor.
„Routinemäßige Methode“Prinz Harrys Biograf beschuldigt Boulevardzeitung des Telefonhackings

Am 10.05.2023 soll der Prozess von Prinz Harry gegen den Verlag Mirror Group Newspapers (MGN) beginnen. Es geht um abgehörte Telefonate und illegal erhaltene Informationen.
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Der Prinz Harry-Biograf Omid Scobie hat als Zeuge im Prozess um das Hacken von Handy-Mailboxen prominenter Persönlichkeiten gegen den britischen Verlag Mirror Group Newspapers (MGN) ausgesagt.
Während eines einwöchigen Praktikums bei der von MGN herausgegebenen Boulevardzeitung „Sunday People“ in seiner Zeit als Journalismus-Student sei ihm gezeigt worden, wie man sich in Telefon-Mailboxen einhackt, sagte Scobie am Montag vor Gericht in London.
„Eine routinemäßige Methode zur Informationsbeschaffung“
Der Co-Autor der Meghan- und-Harry-Biografie „Finding Freedom“ sagte, er habe während seines Praktikums eine Liste mit Handynummern bekommen und sei angewiesen worden, die dazugehörigen Mailboxen abzuhören, „als wäre es eine routinemäßige Methode zur Informationsbeschaffung“.
Der Anwalt von MGN, Andrew Green, warf Scobie vor, eine „falsche Erinnerung“ an die Geschehnisse während seines Praktikums fabriziert zu haben, was dieser zurückwies. Green fragte den Autor zudem, ob er „ein Interesse daran hat, dem Herzog von Sussex zu helfen, wenn sich die Gelegenheit bietet“.
Scobie bestritt persönliche Motive für seine Aussage. Sein Erscheinen vor Gericht gebe vielmehr „den Boulevardzeitungen Munition“ und „macht mein Leben schwieriger“. Zu den Klägerinnen und Klägern in dem gegen MGN laufenden Prozess gehören neben Prinz Harry und Popstar Elton John auch die britischen Schauspielerinnen Liz Hurley und Sadie Frost, Johns Ehemann David Furnish und die Mutter eines Mordopfers.
Zu MGN gehören neben „Sunday People“ unter anderem auch der „Mirror“ und der „Sunday Mirror“. (afp)
