Daniel V. geriet offenbar in eine Verkehrskontrolle bei Weisweiler, wo zuletzt Sprengvorrichtungen gefunden wurden.
Festnahme in WeisweilerStrom-Saboteur Daniel V. nach Großfahndung gefasst

Das Kraftwerk Weisweiler: Hier ist es zu Sabotageakten gekommen.
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Der mutmaßliche Stromnetz-Saboteur Daniel V. ist gefasst worden. Das bestätigte die Polizei am Dienstagmittag (8. September). Zuerst hatten die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ und der WDR berichtet. Der Verdächtige soll im Raum Weisweiler zu Fuß in eine Verkehrskontrolle geraten sein, die er versucht hatte zun umgehen. Die Polizei war auf den 48-Jährigen aufmerksam geworden, nachdem in der vergangenen Woche mehrere Bekennerschreiben zu den Vorfällen an Kraftwerken eingegangen waren, in denen dieser sich als Absender ausgewiesen hatte.
Seit Montag lief eine großangelegte Fahndungsaktion im Raum Eschweiler. Dort waren am Nachmittag Sprengvorrichtungen in der Nähe des Kraftwerks Weisweiler entdeckt worden, eine verdächtige Person mit einem Rucksack war zudem gesichtet worden. Die Autobahn 4 wurde für mehrere Stunden gesperrt, da sich die Abschussrampen dort in der Nähe an einer Hochspannungsleitung befanden.
Die Polizei rief die Bevölkerung zur Mithilfe auf. Alle verdächtigen Beobachtungen rund um das Kraftwerk Weisweiler sollten gemeldet werden. Sogar Besitzer von Wildkameras waren um Mithilfe gebeten worden.
Auch nachdem die A4 am Montagabend wieder freigegeben wurde, waren zahlreiche Einsatzkräfte an der weiteren Fahndung beteiligt, die jetzt offenbar zum Erfolg führte. Wie am Dienstag bekannt wurde, war auch ein weiteres Bekennerschreiben aufgetaucht, zu dem sich die Polizei aber aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst nicht äußern wollte.
Fahndung nach Daniel V. unter Hochdruck
Die Fahndung nach Daniel V. lief seit einer Woche unter Hochdruck, Schwerpunkt war Nordrhein-Westfalen. Es hatte mehrere Anschläge auf Einrichtungen der Strom-Infrastruktur gegeben, sowohl in NRW als auch in Brandenburg und Sachsen. Anschließend waren Bekennerschreiben mit Absender aufgetaucht. Darin ging es auch um technische Details der Sprengvorrichtungen.
Eine Razzia am Freitag am Wohnhaus des Verdächtigen in Gevelsberg war ergebnislos geblieben. Später wurde erfolglos ein zum Wohnwagen umgebauter Lkw in der Nähe des Hambacher Forsts untersucht. Am Montagvormittag gab es dann einen größeren Einsatz zwischen Remscheid und Wuppertal. Dort sei eine verdächtige Person mit einem Rucksack gesichtet worden.
