Noch ist es winterlich auf den Straßen in NRW. In anderen Bundesländern ist die Situation noch schlimmer.
Frost und SchneeWeiter glatte Straßen in NRW – Unfälle und Verletzte im Süden

In Deutschland ist es nach wie vor winterlich – inklusive glatter Straßen auch in NRW.
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Der Winter hat weite Teile Deutschlands am Dienstag noch fest im Griff. Auch in Nordrhein-Westfalen haben die Menschen am Morgen mit gebietsweise glatten Straßen durch überfrierende Nässe und Schneematsch zu kämpfen. In den flachen Regionen des Rheinlands ist es zwar vergleichsweise entspannt, im Bergland aber teilweise sehr rutschig.
Besonders im Osten von NRW kam es wegen Schneefalls und Glätte am Montag zu zahlreichen Unfällen, ebenso in anderen Bundesländern. Am Reiskirchener Dreieck bei Gießen etwa harrten Menschen stundenlang in ihren Autos aus. Sie wurden vom Deutschen Roten Kreuz und der Feuerwehr mit Getränken und Decken versorgt, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelhessen.
Glätte auch am Dienstag
Auch am Dienstagmorgen müssen Autofahrer noch gut aufpassen. Bis 8 Uhr bestand eine Warnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für weite Teile von NRW vor „markanter Glätte“. Es könne zu gefrierender Nässe kommen, es wurde zu angepasstem Verhalten im Straßenverkehr aufgefordert. Auch der Hinweis auf Frost des DWD besteht weiter bis 11 Uhr am Dienstag. Bis zu minus 5 Grad ist es demnach kalt. Das Warngebiet des DWD begann östlich von Köln im Bergischen Land und erstreckte sich über den gesamten Norden und die Mitte Deutschlands.
In Berlin, wo am Montag noch mit Eisregen gekämpft wurde, entspannte sich die Lage allmählich wieder. Allerdings wurde der Straßenbahnverkehr erst am Dienstagvormittag wieder aufgenommen. Hier war das öffentliche Leben zuvor in Teilen zum Stillstand gekommen. Auf den Straßen ging wenig, und auch am Flughafen BER war der Betrieb teilweise zum Erliegen gekommen. Bundesaußenminister Johann Wadephul hatte eine Reise umplanen müssen und war von Leipzig aus geflogen.
Lebensgefährlich verletzter Radfahrer in Bayern
In Bayern wurde ein Radfahrer lebensgefährlich verletzt, als er von einem herabfallenden Ast getroffen wurde. Der Ast sei wegen der Schneelast abgebrochen, sagte ein Polizeisprecher. Der Mann kam am Montag in ein Krankenhaus. Er war mit seinem Fahrrad in Bamberg unterwegs, als der Ast auf ihn herabfiel.
In Teilen Bayerns fällt auch am Dienstag der Schulunterricht aus, wie der BR berichtet. Wegen der starken Schneefälle ist es in manchen Regionen zu gefährlich, es droht Schneebruch. Besonders in Franken ist auch der Verkehr massiv eingeschränkt.
In Niedersachsen ereigneten sich am Montagabend und Dienstagmorgen mehrere Unfälle wegen der Glätte. Auf der Autobahn 1 bei Diepholz prallte ein Lkw gegen eine Lärmschutzwand. Der Fahrer wurde schwer verletzt, es bildete sich ein Trümmerfeld. Vermutlich spielte die rutschige Fahrbahn eine Rolle. In Hannover rutschte in der Nacht ein Auto in einen geparkten Wagen. In Nordenham kollidierte ein Wagen wegen Glätte am frühen Morgen mit einer Straßeninsel.
Nach großflächigen Problemen am Montag im Norden und Osten hat die Deutsche Bahn erst am Dienstag ihren Fernverkehr auf einigen Strecken wieder aufgenommen.
In NRW wird es milder – Regen zieht auf
Wie der DWD mitteilt, bleibt es in Nordrhein-Westfalen am Dienstag zunächst trocken. Im Tagesverlauf zieht Regen auf, der in Hochlagen und im Nordosten zu Schneeregen oder Schnee werden kann. Die Temperaturen liegen im Westen zwischen 3 und 5 Grad, im Hochsauerland bei minus 1 Grad.
In der Nacht auf Mittwoch sei erneut gebietsweise Glätte möglich. Im Hochsauerland sinken die Temperaturen dabei auf bis zu minus 4 Grad. Der Morgen startet stark bewölkt, gebietsweise kann es regnen, im Nordosten auch schneien. Die Meteorologen erwarten Höchstwerte von 3 bis 5 Grad im Westen und 0 bis 3 Grad im Osten.
Auch die folgende Nacht bleibt bedeckt, vereinzelt sind Regen oder Schnee bei Tiefstwerten von 2 Grad im Rheinland und bis zu minus 4 Grad im Hochsauerland möglich. Zum Start in den Donnerstag kann es den Angaben zufolge ebenfalls glatt werden. Der Tagesverlauf verspricht laut DWD erste Auflockerungen von Südwesten aus. Die Temperaturen klettern im Westen auf 4 bis 7 Grad und erreichen im Norden und Osten 0 bis 3 Grad. (cme, mit dpa)

