Tödliches Zugunglück in München: Bei einer Güterzug-Kollision stürzen zwei Waggons von einer Brücke. Eine Person stirbt. Die Bergung läuft.
Tödliches ZugunglückGüterwaggons stürzen in München von Eisenbahnbrücke

Bergungsarbeiten für zwei Waggons eines Güterzugs, die in der Nacht von einer Brücke etwa fünf Meter in die Tiefe gestürzt waren.
Copyright: Stefan Puchner/dpa
Bei einem schweren Zugunglück in München ist in der Nacht zu Samstag eine Person ums Leben gekommen. Zwei Güterzüge kollidierten laut der Münchener Zeitung „tz“ auf einer Brücke, woraufhin zwei Waggons rund fünf Meter tief auf eine darunterliegende Straße stürzten. Die Bergungsarbeiten gestalten sich schwierig und werden voraussichtlich noch länger andauern.
Kollision beim Rangieren
Das Unglück ereignete sich in der Nacht gegen 1.40 Uhr im Münchner Stadtteil Milbertshofen. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei stießen zwei Güterzüge während des Rangierens auf einer Eisenbahnbrücke aus noch ungeklärter Ursache zusammen. Durch die Wucht des Aufpralls entgleisten zwei Waggons und stürzten in die Tiefe.

Bergungsarbeiten für zwei Waggons eines Güterzugs, die in der Nacht von einer Brücke etwa fünf Meter in die Tiefe gestürzt waren.
Copyright: Stefan Puchner/dpa
Mit dem einen Ende schlugen die Waggons auf der Schleißheimer Straße auf, während das andere Ende noch an der Brücke hängengeblieben war. Ein Sprecher der Feuerwehr äußerte sich fassungslos über die Dimensionen des Unfalls. Eine Person wurde bei dem Vorfall so schwer verletzt, dass sie später verstarb. Nähere Angaben zur Identität des Todesopfers machte die Polizei bislang nicht.
Keine Gefahrgut-Fracht auf der Strecke

Zwei Waggons eines Güterzugs liegen auf einer Straße, nachdem sie von einer Brücke gestürzt sind.
Copyright: Ehsan Monajati/dpa
Nach Angaben der Deutschen Bahn waren die beiden abgestürzten Waggons zum Zeitpunkt des Unfalls leer. Da kein Gefahrgut transportiert wurde, bestand laut Polizei keine Gefährdung für die Bevölkerung. Da die betroffene Brücke ausschließlich vom Güterverkehr genutzt wird, hat der Unfall keine Auswirkungen auf den Regional- und Fernverkehr der Bahn. Reisende müssen nicht mit Verspätungen oder Ausfällen rechnen.
Aufwendige Bergung mit Schwerlastkränen
Die Schleißheimer Straße bleibt zwischen der Moosacher Straße und der Max-Diamand-Straße bis auf Weiteres komplett gesperrt. Mittlerweile sind zwei Schwerlastkräne an der Unglücksstelle eingetroffen, um die Waggons zu bergen.
Der Plan sieht vor, einen der Waggons kontrolliert auf die Straße abzusetzen und den anderen zurück auf die Schienen zu heben. Die Polizei geht davon aus, dass sich die aufwendigen Arbeiten noch bis zum Sonntag hinziehen könnten. (jag)
