Wipperfürth – Drei Söhne hat Steffi Frangenberg selbst großgezogen, doch jetzt sind die Kinder erwachsen und die Wipperfürtherin hat Zeit übrig, die sie sinnvoll nutzen will. Seit 2014 engagiert sie sich deshalb als ehrenamtliche Familienpatin, zunächst in einer Lindlarer Gruppe, seit 2016 in der neuen Wipperfürther Gruppe, angesiedelt bei der Psychologischen Beratungsstelle Herbstmühe.
„Zur Zeit betreue ich eine Familie mit zwei kleinen Jungen“, erzählt sie. Um die Mutter der Jungs zu entlasten, geht Steffi Frangenberg mit zum Turnen, spielt mit den Kindern, mit dem älteren der beiden Jungen war sie jüngst im Schwimmbad. „Er wollte mit unbedingt zeigen, was er schon alles kann“, erzählt sie. Die Kinder seien unendlich dankbar, dass ihnen jemand Zeit schenke. Die Familienpatin führt aber auch Gespräche mit der Mutter und dem Vater. Das Vertrauen zwischen Patin und Eltern entwickle sich Stück für Stück, so ihre Erfahrung. Zu viel dürfe man sich als Pate aber nicht versprechen. „Man darf nicht erwarten, dass man in den Familienstrukturen etwas ändern kann.“
Eltern, die mit der Erziehung ihrer Kinder an die eigenen Grenzen stoßen, die Schwierigkeiten haben, Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen, das gibt es nicht selten. Was hinzu kommt: Früher sprangen oft die Großeltern ein, doch die wohnen heute nicht selten an einem ganz anderen Ort.
Kontakt
Zum Projekt „Familienpaten“ gibt es weitere Informationen bei Jutta Schüler, Psychologische Beratungsstelle Herbstmühle, Telefon 0 22 67/30 34.
www.beratung-in-
wipperfuerth.de
Die Wipperfürther Gruppe besteht zur Zeit aus sechs Paten, fünf Frauen und einem Mann. Verstärkung ist erwünscht. Die jüngste Patin ist 38, die Älteste im Rentenalter. Auf ihre Aufgabe als Familienpaten werden die Ehrenamtler gründlich vorbereitet. Die Fortbildung umfasst Themen wie frühkindliche Entwicklung aber auch Datenschutz und Migration. Wer Familienpate werden will, muss ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen. „Das Ehrenamt gibt mir ganz viel“, sagt Steffi Frangenberg, und auch der Austausch zwischen den Paten, die sich regelmäßig mit Jutta Schüler, Sozialpädagogin und seit kurzen stellvertretende Leiterin der Herbstmühle, treffen. Sie vermittelt auch die Paten und guckt, wer in welche Familie passen könnte.
