Wipperfürth – Lastenfahrräder – ob mit oder ohne Elektromotor – werden immer beliebter. Die Stadt Wipperfürth will Bürger, die sich Lastenrad oder Lasten-Pedelec kaufen, finanziell unterstützen. Die Stadt stellt dafür 20.000 Euro zur Verfügung.
Der Stadtrat stimmte mehrheitlich, mit den Stimmen von CDU, Grünen und UWG für den Vorstoß der Verwaltung, SPD und FDP votierten dagegen. Ein Gegenantrag der SPD, die 20.000 Euro stattdessen für Pflanzaktionen in Schulen und Kitas, zur Förderung von Energiesparmaßnahmen an Schulen und Aktionen mit den Bürgervereinen in den Dörfern und Förderung der Renaturierung von Schotter flächen zu verwenden, fand keine Mehrheit.
Zuschuss für Lastenräder: Diese Vorgaben müssen Wipperfürther erfüllen
Die beschlossene Richtlinie sieht folgendes vor. Die Stadt gewährt einen Zuschuss in Höhe von 30 Prozent des Kaufpreises, höchstens jedoch 1000 Euro. Gefördert wird der Kauf eines werksneuen Lastenrades, dass außerdem Fahrer mindestens 40 Kilo Ladung transportierten kann. Nicht förderfähig sind nachträgliche Umbauten. Einen Antrag stellen können Wipperfürther Bürger, aber auch Familien oder Haushaltsgemeinschaften, ebenso Vereine oder Freiberufler aus dem Stadt.
Der Vorstoß zu dem Projekt kam von Klimaschutzmanagerin Jennifer Schnepper. Nachdem zunächst der Ausschuss für Klima, Umwelt und Natur das Thema beraten hatte, musste jetzt der Rat entscheiden. Aus Sicht von CDU, Grünen und UWG kann die Förderung dazu anregen, dass zum Beispiel Familien auf ihr Zweitauto verzichten und stattdessen eine klimafreundliche Alternative bevorzugen.
SPD und FDP kritisierten den Beschluss. Man solle lieber die Radinfrastruktur verbessern oder die Ökumenische Initiative unterstützen, die E-Lastenbikes vermietet. (cor)
Anträge sind schriftlich zu richten an die Klimaschutzmanagerin, Marktplatz 15, 51688 Wipperfürth, Infos unter 0 22 67/64 243, jennifer.schnepper@wipperfuerth.de
