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Ende einer Partynacht23-Jähriger schlägt anderen unvermittelt mit der Bierflasche

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Scherben werden vom Gehweg gekehrt. (Symbolbild)

Lindlar – Nach einem Kneipenbesuch im Ortskern hat ein 23-Jähriger einem drei Jahre älteren Kontrahenten eine Bierflasche im Gesicht zertrümmert. Dabei verfehlten die Scherben dessen Auge nur knapp. In dieser Woche verurteilte das Amtsgericht Wipperfürth den Mann wegen gefährlicher Körperverletzung zu acht Monaten Gefängnis auf Bewährung.

Der Angriff kam aus dem Nichts, das Opfer war nicht vorbereitet

Der Anwalt des Opfers sprach von einem „heimtückischen Angriff aus dem Nichts“, den der 23-Jährige im vergangenen August früh morgens auf der Hauptstraße gestartet habe. Zuvor waren die beiden Lindlarer in der Gaststätte aneinander geraten. Dabei hatte der Jüngere zweimal einen Schlag mit dem Ellenbogen in Richtung seines Gegners angedeutet – „eine Provokation und Machtdemonstration“, wie das Gericht im Urteil feststellte.

Der 26-Jährige ließ sich jedoch nicht provozieren und machte sich mit Freunden auf den Heimweg. Er wartete draußen auf ein Taxi, als ihn die Bierflasche unvermittelt traf.

Das Opfer macht den Täter im Internet ausfindig

Der Angeklagte entschuldigte sich im Prozess, gab jedoch auch an, durch den Alkohol keine Erinnerung mehr an das Geschehen zu haben. „Ich bin morgens aufgewacht und mein T-Shirt war zerrissen – mehr weiß ich nicht mehr.“ Das Opfer erkannte den Angreifer wenig später auf Fotos in sozialen Netzwerken und erstattete Anzeige.

Neben der Bewährungsstrafe verhängte das Gericht die Auflage, dass der Angeklagte eine Langzeittherapie gegen seine Alkoholsucht absolviert. Der Richter sprach von großem Glück, dass beide Lindlarer gehabt hätten. Wäre die Flasche im Auge zerbrochen, wären die Verletzungen sicher weit gravierender gewesen – die Strafe, die dann vermutlich vom Landgericht verhängt worden wäre, aber sicher auch. (sfl)