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Schlechter Stil und falscher ZeitpunktKommentar zur Debatte um Lindlarer Bauplätze

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Bagger im Baugebiet (Symbolbild).

Lindlar – Wortbruch hat die CDU den anderen Parteien in Sachen neue Vergabekriterien für Bauplätze in Lindlar vorgeworfen. Die haben entsprechend gekontert. Zuerst über den Umweg der sozialen Netzwerke, dann auch im Rat. Wortwahl und Tonfall ließen teilweise deutlich zu wünschen übrig.

Ein offener und souveräner Umgang mit anderen Meinungen und Mehrheiten, auf der anderen Seite aber auch mit Kritik, selbst wenn sie ungerechtfertigt sein sollte, sieht anders aus. Mit ihrem Gezänk, das an Streitigkeiten im Sandkasten erinnert – wenn Du mir mein Schäufelchen wegnimmst, dann nehme ich Dein Eimerchen – erweist die Politik sich und Lindlar einen Bärendienst.

Die Gemeinde steht vor großen Herausforderungen. Angefangen bei der Erweiterung des Gewerbegebietes Klause über die neuen Wohngebiete bis hin zur Gestaltung des Ortskerns und der Dörfer. Es geht um die Themen Klimaschutz und Mobilität und die Frage, wie Lindlar in 20 oder 30 Jahren aussehen soll. Zurzeit gibt es die große Chance, diese Zukunft durch Fördermittelprogramme und der Einbeziehung der Bürger nachhaltig zu gestalten. Doch das Zeitfenster dazu ist nicht allzu groß.

Gebaren lässt an Parteien zweifeln

Jetzt sind Visionen und Tatkraft gefragt, kein parteipolitisches Gezänk. Kontroverse Diskussionen sind in einer Demokratie wichtig, aber sie müssen sachlich und fair erfolgen, nur dann können sie auch zu vernünftigen Lösungen führen.

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Die Parteien stehen vor der großen Aufgabe, die Zukunft Lindlars zu gestalten, doch mit einem solchen Gebaren können den Bürgern schon Zweifel kommen, ob sie dazu auch wirklich in der Lage sind. Es wird höchste Zeit, zu einer sachlichen und inhaltlichen Diskussion zurückzukehren.