Zugriff auf Rechner erlaubtRentner durch falsche Microsoft-Mitarbeiter augetrickst

Betrüger erreichen ihre Opfer oft über das Telefon. (Symbolbild)
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Morsbach/Wipperfürth – Zwei 63-Jährige aus Morsbach und Wipperfürth haben am vergangenen Donnerstag (24. September) angeblichen Microsoft-Mitarbeitern einen Fernzugriff auf ihren Rechner gewährt, was diese zum Ausführen von Geldtransaktionen genutzt haben.
Wie die Polizei berichtet, hatte zunächst der Morsbacher in der Mittagszeit einen Anruf von einer ausländischen Telefonnummer erhalten. Der Anrufer erklärte dem 63-Jährigen, dass sein Betriebssystem falsch installiert sei und ständig Fehlermeldungen versende. Nachdem der Morsbacher auf Anraten des unbekannten Anrufers eine Fernwartungssoftware installiert hatte, bekam er eine Zeit lang eine leere Security-Seite angezeigt und konnte nicht verfolgen, was der Unbekannte auf seinem Rechner trieb. Als der Morsbacher daraufhin die Verbindung trennte, war es schon zu spät – der Betrüger hatte bereits bei Amazon diverse Einkäufe getätigt und auch das PayPal-Konto war von dem unberechtigten Zugriff betroffen.
Ähnlich erging es wenig später dem Mann aus Wipperfürth; hier gab der Betrüger allerdings an, dass der PC gehackt wurde. Auch der Wipperfürther gestattete dem Anrufer einen Fernzugriff auf seinen PC, so dass dieser im Nachgang eine Überweisung von dem Bankkonto des 63-Jährigen ausführen konnte. Hier gelang es dem Betrugsopfer zum Glück noch rechtzeitig, die Bank zu informieren, die die Ausführung der Überweisung stoppen konnte. (red)
