Abo

MusikvereinRund 800 Besucher feiern Geburtstags des MV Linde

Lesezeit 3 Minuten
Ordentlich Dampf auf der Bühne im Festzelt machte auch „Querbeat“ beim kölschen Abend. 800 Zuhörer feierten mit dem MV Linde.

Ordentlich Dampf auf der Bühne im Festzelt machte auch „Querbeat“ beim kölschen Abend. 800 Zuhörer feierten mit dem MV Linde.

Linde – Ein ganzes Wochenende feierte der Musikverein Lindee seinen 110. Geburtstag und die Wiedergründung vor 50 Jahren. „Ein Fest dieser Größenordnung haben wir noch nie gefeiert“, sagt Niklas Pinner, zweiter Vorsitzender des Musikvereins am Eingang des Festzeltes an der Josefsstraße, wo sich am Samstagabend schon um 20 Uhr eine große Menschentraube gebildet hat.

Das Publikum wartet darauf, den Kölschen Abend mit Livemusik zu feiern. 800 Gäste erwartet der Musikverein. „Ein absoluter Rekord“, meint Pinner. Mit so viel Andrang habe man nicht gerechnet.

Veranstaltungen mit 800 Besuchern ausverkauft

Begonnen hatten die Feierlichkeiten am Freitagabend mit einem ökumenischen Gottesdienst und dem anschließenden großen Festkommers. Musikalisch gestaltet wurde der Auftaktabend vom Kirchenchor Cäcilia Linde, dem Musikverein Linde sowie dem Jugendorchester des Vereins. Auch am Samstagabend wartet ein abwechslungsreiches musikalisches Programm auf die Besucher. Die Bonner Band Querbeat, die Kölner Mundart-Band Klüngelköpp und The Hurricanes aus Lindlar heizen dem Publikum ein.

Wer sich nicht gerade zu den rockigen Klängen im Festzelt bewegt, unterhält sich draußen an der Bierbude oder stärkt sich mit einer Portion Pommes Rot. So auch ein Ehepaar, das aus Lippstadt angereist ist. „Ein Fest dieser Art gibt es bei uns nicht. Die Stimmung hier ist echt super“, findet Marie-Luise Nicolemann. Ihr Mann Dietmar freut sich besonders auf das „Freundschaftsspielen“ am Sonntag. Es sei toll, dass so viele Vereine aus der Umgebung teilnehmen, meint er.

Pinner ist vor allem von der Hilfsbereitschaft der Linder begeistert. „Alle Vereine unseres Ortes helfen dabei, dieses Fest auf die Beine zu stellen“, erzählt er. So stehen beispielsweise Mitglieder des Kirchenchors, der Schützen und des SV Linde an Bierbude, Weinlaube, Bonkasse und Co. Auch für die umliegenden Musikvereine sei es selbstverständlich, sich gegenseitig zu unterstützen, erklärt Berthold Blumberg, Vorsitzender des MV Frielingsdorf beim „Freundschaftsspielen“ im Festzelt, während die Schützenkapelle Kreuzberg gerade auf der Bühne steht. „Schließlich hat der Musikverein Linde auch bei unserem Jubiläum vor 11 Jahren gespielt“, erinnert er sich. Von Märschen bis hin zu modernen Stücken habe man zu diesem Anlass ein breites Repertoire zusammengestellt. Auch die Musikvereine aus Thier, Hartegasse, Süng, Olpe und Lindlar nehmen am „Freundschaftsspielen“ teil.

Mit dem Maibaumsetzen, das von der Bergischen Blasmusik begleitet wurde, endete das musikalische Festwochenende.

Aus der Laudatio

„Der MV Linde ist ein Verein mit äußerst geselligen Menschen, die auch Musik machen – und das erstklassig. Gesellig sind viele, musikalisch manche, beides leider nur wenige! So versteht es sich, dass der MV Linde neben der musikalischen Unterhaltung maßgeblich zur Geselligkeit, zum guten Zusammenleben in diesem schönen Dorf, in dieser schönen Gemeinde beiträgt“, würdigt Werner Sülzer, Vorsitzender des Fördervereins Musik in Lindlar den Verein. Dass die Linder die Jubiläumszahlen durchaus auch großzügiger auslegen könnten macht er ebenfalls deutlich.

Schon Anfang der 1870er Jahre gab es, kurz nachdem die Kirche St. Joseph fertig gestellt war, den Kirchenchor Linde und „fast zeitgleich Mitte der 70er Jahre bliesen erste Linder Bürger in Hörner und Trompeten. Das wären von 1872 bis heute 145 Jahre und wir hätten in fünf Jahren hier die 150-Jahr-Feier“.

Rundschau abonnieren