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Prozess in WipperfürthMann soll Ex-Freundin misshandelt haben

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Gerichtsfoto dpa Polizist mit Aufschrift Justiz

Ein Gerichtsprozess (Symbolbild)

Wipperfürth – Ein 28-jähriger Mann aus dem arabischen Raum soll seiner Ex-Freundin mit der Faust ins Gesicht geschlagen, sie gewürgt und ihr ein Kissen vor das Gesicht gedrückt haben. Der Überfall auf die gleichaltrige Frau soll im Oktober in der Innenstadt passiert sein.

Laut Anklage klingelte der Mann an der Tür und zwängte sich dann in die Wohnung. Dort zerrte er die Frau ins Schlafzimmer, wo er sie misshandelte. Die Anklage wirft ihm gefährliche Körperverletzung und versuchte Nötigung vor. Zudem habe er gegen ein Kontaktverbot des Familiengerichtes verstoßen, das zuvor verhängt wurde. Die einstige Partnerin habe er aufgefordert, „sich angemessen zu kleiden“.

Zum Prozessauftakt vor dem Strafgericht bestritt der 28-Jährige die Vorwürfe. Drei Jahre lang habe er mit der Frau zusammengelebt, beide seien nach islamischem Recht verheiratet. In der Beziehung habe es aber nicht mehr gepasst, deshalb habe er sich getrennt, berichtete der Angeklagte.

Angeklagter spricht von falscher Beschuldigung

Von der Nachricht, dass die Ex ihn bei der Polizei angezeigt habe, sei er völlig überrascht worden. Als Motiv für die falsche Beschuldigung vermute er Eifersucht, da er inzwischen Kontakt zu einer anderen Frau habe.

Der Prozess soll mit der Zeugenaussage des mutmaßlichen Opfers fortgesetzt werden. Der Angeklagte ist inzwischen ins Ruhrgebiet gezogen. (sfl)