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Wassermassen können nicht aufgenommen werdenStadt baut neuen Kanal für Starkregen

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Unwetter Wipperfürth

Nach heftigen Regenfällen am 29. Mai 2018 stand der Surgères-Platz unter Wasser. Mit dem neuen Kanal will die Stadt Vorsorge gegen Starkregenereignisse treffen.

Wipperfürth – Am 29.Mai 2018 standen weite Teile der Altstadt unter Wasser. In nur zwei Stunden fielen rund 80 Millimeter Regen pro Quadratmeter, fast so viel wie sonst in einem Monat. Das Kanalnetz konnte den Regen nicht fassen.Die Stadt will nun mit einem neuen Entlastungskanal dafür sorgen, dass die Wassermassen, die bei Starkregen auch vom Klosterberg herab in die Innenstadtsenke strömen, zügig in den Gaulbach abfließen können. Geplant ist ein rund 70 Meter langer Kanal mit 80 Zentimeter Durchmesser, der unter der Unteren Straße entlang führt und an der Kreuzung Lüdenscheider Straße/Gartenstraße in den Gaulbach mündet. Er soll bis zu 800 Liter Wasser pro Sekunde ableiten. Der Haupt- und Finanzausschuss hat dafür 200 000 Euro bewilligt.

2015 kam neuer Kanal in der Unteren Straße

2015 hat die Stadt im Zug des Innenstadtumbaus einen neuen Kanal in der Unteren Straße verlegt. Wie kann es sein, dass der fünf Jahre später nicht mehr ausreicht?

„Wir haben 2015 umfangreiche hydrologische Berechnungen angestellt“, erklärt Armin Kusche, Leiter Stadtentwässerung. Der Kanal sei so ausgelegt, dass er Starkregenereignisse, die statistisch gesehen alle 30 Jahre auftreten, fassen könne. Das Unwetter vom 29. Mai 2018 sei aber heftiger gewesen. Solche Starkregenereignisse häuften sich, die bisherige Statistik passe nicht mehr. Am Kölner Tor-Platz habe man den Bürgersteig in der Straße „Am Kaufhaus“ abgesenkt, damit bei einem Starkregen das Wasser abfließen kann.

Hätte man den Kanal 2015 nicht gleich stärker dimensionieren können? „Es handelt sich um einen Mischkanal, der bis zum Klärwerk in Hückeswagen führt“, erklärt Kusche. Hätte man diesen Kanal mit einem größeren Querschnitt gebaut, dann wäre das viel teurer geworden.

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Ist die Stadt verpflichtet, jetzt einen zusätzlichen Kanal zu verlegen? „Verpflichtet sind wir dazu nicht, aber wir sehen es als Teil der öffentlichen Daseinsfürsorge“, so Kusche. (cor)