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„Tag der kleinen Forscher“120 Kinder nahmen in Lindlar teil

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An vier Stationen konnten die kleinen Forscher in Experimenten spannenden Entdeckungen machen.

Lindlar – Da war wohl etwas zu viel Natron in der Mischung. Die Kinder an der ersten Station am „Tag der kleinen Forscher“ auf dem Metabolon-Gelände lachen laut auf, als beim Mischen der Brause der Schaum über den Becher steigt. Die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“, die ihren Ursprung in Berlin hat, feiert in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen.

Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ feiert Jubiläum

Zum vierten Mal findet der „Tag der kleinen Forscher“ auf dem Metabolon-Gelände statt. 120 Kinder aus acht Kindertagesstätten des Oberbergischen Kreises sind nach Lindlar gekommen, um an vier Stationen spannende Experimente durchzuführen. „Zu Anfang war alles noch deutlich kleiner“, erklärt Anke Dahmen, Trainerin der Stiftung. „Inzwischen hat sich die Philosophie etwas verändert: Anfangs wurde mehr experimentiert, inzwischen ist es Forschung“, so Dahmen weiter. Das bedeutet, dass den Kindern mehr Eigenverantwortlichkeit und Selbstständigkeit zugesprochen wird. Insgesamt sollen die MINT-Fähigkeiten, also die naturwissenschaftlichen Seiten der Kinder, gefördert werden.

Unterstützt wird das Projekt von der Hans-Hermann-Voss-Stiftung. „Forschendes Lernen ist immer sinnvoll. Wir wollen auch eine langfristige Perspektive schaffen, Nachhaltigkeit ist wichtig“, erklärt Johanna Holst, Vorstand der Voss-Stiftung. Begeistert zeigt sich auch Dr. Christian Dickschen, Dezernent des Oberbergischen Kreises, von der Initiative: „Es ist toll zu sehen, wie frühkindliche Bildung von Bundesebene bis zur kommunalen und lokalen Ebene Hand in Hand funktioniert“, sagt er. Monika Lichtinghagen-Wirths, Geschäftsführerin des Bergischen Abfallwirtschaftsverbands, gefällt ganz besonders der Effekt bei den Kindern vor Ort: „Das tollste ist, zu sehen, mit was für einem Strahlen die Kinder an den Experimenten arbeiten und wuseln“, sagt sie.

Besonders viel Spaß bei der „Luftballonrakete“

Die vier Experimente, für die die Kinder einen Stempel in ihrem Forscherpass bekommen, stehen unter dem Motto „Willst du mit mir feiern?“. So lernen die kleinen Forscher, wie man aus Natron, Zucker, Zitronensäure und Saft Brause herstellt. Ebenfalls zu einer Feier gehört Musik. Beim „Flaschenklavier“ schlagen die Kinder mit Holzstäben auf Wasserflaschen, die an Kordeln hängen und in denen unterschiedlich viel Wasser ist. Jede Flasche erzeugt einen anderen Ton. Bei den „Singenden Gläsern“ gehen die Kinder mit feuchten Fingern langsam am Rand des Glases entlang. Und wenn man sich geschickt anstellt, kann man die Gläser singen hören. Die nächste Station ist der „Kerzenfahrstuhl“. Mit einem Glas, einem Teller und Wasser wird ein Teelicht wie in einem Fahrstuhl nach oben gezogen.

Besonders viel Spaß macht die „Luftballonrakete“. Ein Luftballon wird aufgeblasen und am Ende nur zugehalten. An der dicksten Stelle des Ballons wird ein Strohhalm festgeklebt, durch den zuvor eine Schnur gezogen wurde. Diese Schnur wurde senkrecht oder waagerecht im Raum befestigt. Lassen die Kinder die Luft nun entweichen, schießt die „Luftballonrakete“ an der Schnur entlang. „Künftig möchten wir die Zertifizierung der Erzieherinnen erweitern“, gibt Annette Göddertz von Metabolon einen Einblick in die weitere Zusammenarbeit zwischen Metabolon und dem „Haus der kleinen Forscher“.