Abo

Unternehmen aus WipperfürthMüller Plastik fertigt Kabel für die ganze Welt

Lesezeit 2 Minuten
Seit Ende Oktober wird in der neuen Halle gearbeitet. Etwa 40 Mitarbeiter hat Müller Plastik für die Ladekabel der E-Autos eingestellt.

Seit Ende Oktober wird in der neuen Halle gearbeitet. Etwa 40 Mitarbeiter hat Müller Plastik für die Ladekabel der E-Autos eingestellt.

Kupferberg – Rund 40 weitere Mitarbeiter hat die Firma Müller Plastik im vorigen Jahr neu eingestellt und eine Halle aufgestockt. Das Unternehmen, das 1991 mit 40 Mitarbeitern von Lüdenscheid nach Kupferberg kam, beschäftigt aktuell knapp 200 Mitarbeiter.

Unternehmen

Die Müller Plastik GmbH wurde 1980 in Lüdenscheid von Elmar und Marlies gegründet. 1991 erfolgte der Umzug nach Kupferberg. In zweiter Generation ist Sohn Michael Müller Geschäftsführer.

Das Unternehmen beschäftigt aktuell rund 200 Mitarbeiter, darunter fünf Auszubildende und stellt Kabelleitungen und Kabelstecker für die unterschiedlichsten Anforderungen in Industrie und Automotive her. Der Umsatz betrug 2018 rund 18 Millionen Euro netto. Weltweit gibt es rund 1000 Kunden, pro Tag werden bis zu 200 Kilometer Kabel verarbeitet.

www.mueller-plastik.de

In vielen Elektroautos findet sich Technik von Müller Plastik, denn das Unternehmen stellt unter anderem Ladekabel für Elektroautos her. Rund 500 000 Leitungen mit 21 verschiedenen Ländersteckern, die alle zertifiziert seien, habe man bisher produziert, sagt Geschäftsführer Michael Müller.

Begonnen hat das Unternehmen 1980 mit Steckerkabeln für Elektrogeräte wie beispielsweise Kaffeemaschinen. Doch die Zeit der Massenware sei längst vorbei, betont Müller.

Von der Konstruktion über den Werkzeugbau bis hin zur Fertigung reiche die Bandbreite des Unternehmens. Speziallösungen und eigene Entwicklungen zählten ebenfalls zum Angebot, so Patrick Häusig, der für den Vertrieb zuständig ist. Die große Bandbreite und rund 1000 Kunden seien wichtig, um nicht von einem Großauftrag abhängig zu sein. Die große Fertigungstiefe erlaube schnelle, individuelles Lösungen in Zusammenarbeit mit den Kunden. Das habe sich etwa bei den Ladekabeln für die Elektrofahrzeuge gezeigt.

Das Unternehmen hält einige Patente auf eigene Entwicklungen bei Steckverbindungen und Kabeltrommeln. So setze man unter anderem in den Niederlanden bei größeren Wohngebäuden auf steckbare Elektro-Installation. „Qneqt“ nennt das Unternehmen die Technik, die jüngst in einem Hochhaus in Rotterdam eingesetzt wurde. Dadurch werde die Elektroinstallation deutlich vereinfacht, das Verbinden gehe wesentlich schneller vonstatten.

Neben den Säulen Automotive und „Qneqt“ bilden Stecker und Kupplungen für die Industrie das dritte Standbein. Von der Telekommunikation mit wenigen Volt bis zu 750 Volt könnten die Stecker für alle Anforderungen in allen Ländern hergestellt werden, so Müller. Bis zu 80 000 Leitungen pro Tag werden herproduziert und dabei bis zu 200 Kilometer Kabel verarbeitet. Kabeltrommeln und Kabel mit Steckern aus Kupferberg lassen sich durchaus auch in den Baumärkten finden, so Müller. Man arbeite auch mit lokalen Unternehmen wie etwa HEW-Kabel, Radium und Pflitsch in Hückeswagen zusammen. Müller Plastik will weiter wachsen und plant aktuell eine neue Halle.

Rundschau abonnieren