- Max Höne hat in nur zwei Monaten 30 Städte in Europa bereist.
- Der Thierer nutzte dabei ausschließlich ein Interrail-Ticket.
- Bei seiner Europareise begegnet er vielen Menschen – und trifft in Rom überraschend alte Bekannte.
Thier – 2017, nach dem Abitur, war Max Höne aus Thier ein halbes Jahr mit Work and Travel in Neuseeland und Australien unterwegs. Jetzt hat ihn die Reiselust wieder gepackt. ,,Ich wollte die Zeit bis zu meinem Dualen Studium, das ich im Oktober an der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach beginnen werde, für eine größere Reise nutzen.“ Max Höne wählte die Eisenbahn. Mit dem Interrailticket kann man bis zu drei Monate lang reisen und selbst wählen, ob es durchlaufend oder an einer bestimmten Zahl an Reisetagen gilt.
Die komplette Städteliste
Berlin, Prag, Wien, Bratislava, Budapest, Salzburg, Mailand, Venedig, Neapel, Pompeji, Rom, Pisa, Nizza, Monaco, Cannes, Barcelona, Madrid, Lissabon, Bordeaux, Paris, Versailles, London, Northampton, Windsor, Oxford, Edinburgh, Brüssel, Amsterdam, Kopenhagen, Hamburg
Unter seinem Instagram-Account _max.hoene_ und per E-mail an max.hoene@t-online.de beantwortet Max Höne Fragen.
Für junge Leute bis 27 und Senioren ab 60 gibt’s sogar einen Rabatt auf das Ticket. „Ich entschied mich für ein durchlaufendes Zwei-Monats-Ticket der 1. Klasse. Das war nicht viel teurer als das der 2. Klasse. Dafür gab es mehr Beinfreiheit, üppige Snacks, Menüs und kostenloses W-LAN.“
Tratschen mit Schwedinnen, Internationales Abendessen
Am 24. April ging’s los, der Thierer fuhr von Köln aus über Berlin nach Prag. „Dort schaute ich mir die wunderschöne Altstadt und lernte zwei nette Schwedinnen kennen . Lustig war, dass sie auch mit Interrail reisten, drei Wochen später sahen wir uns in Rom wieder.“ Weiter ging es nach Wien, Budapest – „eine Stadt, die nie schläft“ – und Salzburg.
„In Salzburg wollte ich nur kurz etwas essen und früh zu Bett gehen. Während des Essens kam ich mit einem Brasilianer ins Gespräch und wir unterhielten uns über unsere Reisepläne. Wir fragten noch mehr Leute, unter anderem aus Japan, den USA und Ungarn, ob sie sich zu uns setzen wollten. Nach kurzer Zeit war unser Tisch sehr international besetzt und wir tauschten uns über unsere Kulturen und Länder aus. Mittlerweile kann ich mit ,Prost’ in über zwölf verschiedenen Sprachen anstoßen.“

Auf und am Eiffelturm in Paris feierte der Thierer seinen 20. Geburtstag. In zwei Monaten bereiste Max Höne 30 Städte.
Copyright: Höne
Von Salzburg aus fuhr Max Höne Richtung Süden, nach Mailand und weiter über Venedig nach Neapel , mit einem Abstecher auf die Spitze des Vesuvs, und nach Pompeji. Über Rom und Pisa reiste der Thierer anschließend nach Frankreich, an die Côte d’Azur, nach Nizza, Monaco und Cannes.
„Nizza war wunderschön. Ein pures Gefühl von Urlaub. Die lange Promenade des Anglais lädt zum Sonnen und Baden ein“, schwärmt der Thierer. Sei Tipp für alle, die sehen wollen, wie in Monaco die Reichen und Schönen leben: Von Nizza fährt ein Bus, das spare die horrenden Hotelkosten im Fürstentum.
Ein Hauch von Filmfestspielen in Cannes
In Cannes liefen die Internationalen Filmfestspiele Cannes. „Zwischen den ganzen Prominenten auf dem Roten Teppich und den S-Klasse Limousinen fühlte ich mich mit meiner Kamera wie ein Paparazzi. Ein aufregendes Spektakel.“
Die nächsten Stationen: Barcelona mit der berühmten Kathedrale Sagrada Familia, Madrid und Lissabon – „einfach ein wunderschönes Städtchen mit viel Charme und Urlaubsflair. In Bordeaux konnte ich den mit Abstand besten Wein kosten, und dann kam die Stadt der Liebe und der Baguettes – Paris.“
Dort verbrachte der Thierer nicht nur den längsten Aufenthalt, sondern feierte auch noch seinen 20. Geburtstag, auf der Spitze des Eiffelturms. In Paris gab es natürlich viel zu sehen, selbst acht Tage Aufenthalt waren nicht genug.

Der Buckingham-Palast in London durfte auf der Tour durch die britische Hauptstadt natürlich nicht fehlen.
Copyright: Höne
Mit dem Eurostar ging es durch den Tunnel nach London. Dort erlebte Max Höne „Trooping the Colour“, die alljährliche Militärparade zu Ehren der Geburtstags der Queen. „Das war ein unglaubliches Erlebnis, tausende von Menschen waren angereist, um Elizabeth II. und die königliche Familie zu sehen.“ Von London ging’s ins schottische Edinburgh, von dort in die Highlands und und zu einer Bootstour auf dem Loch Ness. Und dann ging die Reise auch schon zu Ende, über Brüssel und Amsterdam, Kopenhagen und Hamburg nach Köln.
Interrail für jedes Alter
„Übernachtet habe ich in allerlei Hostels. Man glaubt gar nicht, wie luxuriös man in manch preiswerten Hostels nächtigen kann. In Lissabon zum Beispiel mit einer Dachterrasse mit Pool und Bar.“
Das Fazit von Max Höne: „Interrail ist etwas für jedes Alter. Es ist sehr unkompliziert, und es macht wirklich Spaß, die schönsten Ecken von Europa zu sehen. Man lernt viele unglaublich coole Leute kennen, und schließt überall Freundschaften. Und wer hat nicht schon mal davon geträumt, die Koffer zu packen und einfach irgendwo hin drauf los zu fahren? Reisen ist der beste Weg, erwachsen und reifer zu werden, aber dabei trotzdem jung zu bleiben und wirklich zu leben.“
Zudem sei es eine wunderbare Vorbereitung auf das Berufsleben. Man werde selbstständig und offener, lerne mit Geld umzugehen und verbessere seine Englischkenntnisse, von Schul-Englisch zu richtigem und gesprochenem Englisch. (r)
