Düsseldorf – Renault erweitert die Motorenpalette. Mitte des Jahres bekomme der kleine sportliche Geländewagen Capture einen Plug-In-Antrieb, kündigte Renault-Deutschland-Chef Uwe Hochgeschurtz in Düsseldorf an. Vor Vortrieb sorgen ein Verbrenner und ein Elektromotor. Plug-Ins können an der Steckdose aufgeladen werden und haben so große Batterien, dass sie rund 50 Kilometer rein elektrisch fahren. MIndestens 50 Kilometer schaffe auch der Captur, für Hochgeschurtz der erste Plug-In im Segment der kleineren Fahrzeuge. Im zweiten Halbjahr erhält auch der Kompaktwagen Megane diesen Antrieb.Der Kleinwagen Clio bekommt dagegen einen Vollhybriden, dessen Batterie durch den Verbrenner oder durch Rückgewinnung von Bremsenergie geladen wird, und so immerhin einige Kilometer elektrisch fährt. Außerdem gibt es den E-Lieferwagen Master Z.E demnächst mit Brennstoffzelle. Sie lädt die Batterie auf, wenn die leer ist, und erhöht so die Reichweite.
Große Effizienz-Vorteile
„Wir müssen in allem Bereichen forschen“, sagte Hochgeschurtz. Für ihn hat der batterie-elektrische Antrieb noch deutliche Vorteile bei der Effizienz. Sein Wirkungsgrad sei dreimal so hoch wie der von Wasserstoff in Brennstoffzellen. Bislang hat Renault erfolgreich auf batterie-elektrische Antriebe als Alternative zu den Verbrennern gesetzt. Der Zoe war im abgelaufen Jahr einmal mehr Deutschlands meistverkauftes E-Auto. Diese Position soll der Wagen laut Hochgeschutz auch im laufenden Jahr verteidigen, trotz zahlreicher neuer Konkurrenten.
Vier E-Autos hat Renault im Programm. Bis Ende 2022 sollen es acht Modelle sein. „Renault wird E-Autos in allen Segmenten anbieten“, so Hochgeschurtz. Ein E-Twingo komme noch dieses Jahr auf den Markt. Bei der Konzernmarke Dacia soll dagegen Autogas, das beim Verbrennen weniger Schadstoffe hinterlässt, die CO-2-Bilanz aufpolieren.
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Die Renault-Gruppe hat im abgelaufenen Jahr in Deutschland einen stabilen Marktanteil bei Pkw und leichte Nutzfahrzeugen von 6,21 Prozent erreicht. Renault steigerte den Absatz um 1,7 Prozent auf 159.400 Fahrzeuge. 131.200 Pkw bedeuten wie 2018 einen Marktanteil von 3,6 Prozent, Dacia legte um 11,6 Prozent zu und verkaufte 80.035 neue Pkw.Das entspricht einem Rekordmarktanteil von 2,2 Prozent. „Bei den Renault-Pkw werden wir wachsen“, kündigte Hochgeschurtz für das laufende Jahr an. Renault steuert sein Deutschlandgeschäft von Brühl aus mit stabil 500 Mitarbeitern.



