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Bahn familienfreundlicherCDU-NRW fordert zuschlagsfreie Fahrten für Schwangere

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Impression vom Kölner Hauptbahnhof: Ein ICE fährt langsam in den Bahnhof, Reisende machen sich bereit, einzusteigen. Foto: IMAGO/Panama Pictures

Die CDU-NRW will das Bahnfahren wieder familienfreundlicher machen und hat dafür ein Ideenpapier zusammengestellt.

Schwangere sollen zuschlagsfrei in der 1. Klasse reisen dürfen, wenn es nach dem Willen der NRW-CDU geht. Die Bahn soll familienfreundlicher werden.

Mit dem Fahrplanwechsel im vergangenen Juni hatte die Deutsche Bahn unter anderem die Preise für Sitzplatzreservierungen erhöht – etwa für den einfachen Sitzplatz in der 2. Klasse von 5,20 EUR um 30 Cent.Gleich abgeschafft wurde die bisher kostenlose Familienreservierung. Bis dahin hatten von einer vierköpfigen Familie nur die Erwachsenen zahlen müssen, die Kinder waren frei. Statt bis dato 10,40 Euro werden seitdem 22,00 Euro fällig – pro Fahrt.

Die CDU in NRW will das nun ändern – und hat noch mehr Ideen, Bahnfahren wieder familienfreundlicher zu gestalten.

Wickelplätze, Kindertoiletten und Mikrowellen sollen Standard werden

In einem Antrag des nordrhein-westfälischen Landesverbandes der Christdemokraten, der dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ in Gänze vorliegt, fordern die Politiker unter anderem die Wiedereinführung der kostenlosen Familienreservierung und bei Verspätungen von mehr als 60 Minuten solle Familien zudem der komplette Fahrpreis erstattet werden.

Schwangere Frauen ab dem 5. Monat, die eine ärztliche Bescheinigung über den voraussichtlichen Geburtstermin vorweisen können, sollen zuschlagsfrei in der 1. Klasse reisen können. Eine standardmäßige Ausrüstung der Wagen mit Wickelplätzen, Kindertoiletten und Mikrowellen zum Erwärmen von Mahlzeiten gehört zu den weiteren Forderungen der Landespolitiker.

Bei verpassten Pünktlichkeitszielen keine Boni mehr für Bahn-Vorstände

Die Vorschläge betreffen jedoch nicht nur die Preisgestaltung – hier ist unter anderem auch ein flächendeckend einheitlicher Familientarif vorgesehen – und die Ausstattung der Züge, auch an die marode Infrastruktur wurde gedacht. So fordert die NRW-CDU ein besseres Baustellenmanagement und den sogenannten Deutschlandtakt, der durch einen aufeinander abgestimmten Fahrplan im Regional-, Güter- und Fernverkehr die Pünktlichkeit verbessern soll.

Für den Fall, dass die Pünktlichkeitsziele nicht erreicht werden, sollen die Vorstände der Deutschen Bahn zukünftig keine Boni einstreichen dürfen – so die Idee der Christdemokraten.

Über den Antrag soll auf dem 38. Bundesparteitag der CDU, der am 20. und 21. Februar in Stuttgart stattfinden wird, beraten werden. (kgoo)