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Chaos am FlughafenZwei Leser kommentieren die Situation

2 min

Flugreisende stehen teils bis vor das Terminalgebäude an.

  1. Zwei Leser sagen ihre Meinung zur aktuellen Lage an deutschen Flughäfen, wo es zuletzt lange Warteschlangen gab.

Überraschung! Die Reisenden kommen! Zahlreich! Anscheinend kann man nicht mehr organisieren, Deutschland ist im großen und ganzen chaotisch geworden. Es war alles voraussichtlich und dementsprechend planbar, dass es einen Ansturm geben würde. Nur leider wurde nicht entsprechend organisiert und Personal eingestellt. Wenn die Ausbildung so umfangreich ist, hätte man ja frühzeitig beginnen können.

Aber mir sieht das alles nach Gewinnorientierung aus. Egal ob Fluggesellschaften oder Reisekonzerne, alle haben die Preise kräftig angezogen, weil die vergangenen Jahre eine Verlustrechnung waren. Also möglichst viel Gewinn erzielen. Die Reisenden kommen ja, sie haben schließlich gebucht. Daher mein Aufruf an alle Reisende: Macht eure Rechte geltend! Die Reisegesellschaft, beziehungsweise Fluggesellschaft muss zahlen bei Verspätungen oder Ausfall.

Kordula Meixner, Köln

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Die aktuelle Ausnahmesituation an den deutschen Flughäfen kommt nicht überraschend. Nach zwei Jahren mit zum Teil drastischen coronabedingten Einschränkungen sehnen sich die Menschen nach einem unbeschwerten Urlaub mit der Familie. Seit Januar steigen die Buchungszahlen kontinuierlich an. Die aktuellen Zahlen hätte jeder Flughafenbetreiber leicht bei den Reiseveranstaltern und den ansässigen Airlines erfragen können. Einzig die Entwicklung der Infektionszahlen war nicht vorhersehbar. Daher waren die Flughafenbetreiber und deren Dienstleister übervorsichtig und haben sich bei Personaleinstellungen zurückgehalten.

Man kann auch sagen, sie haben auf dem Rücken der Fluggäste gepokert nach dem Motto: Lieber die Ausgaben niedrig halten, als überschüssiges Personal bezahlen zu müssen. Heute sehen wir, dass diese Strategie nicht aufgeht: An allen Ecken und Enden fehlt Personal. Was mich daran besonders ärgert, ist die Untätigkeit der Bundespolizei, die die alleinige Verantwortung für die Sicherheitskontrollen hat. Wenn sie damit privatwirtschaftliche Unternehmen betraut, muss die Bundespolizei auch sicherstellen, dass diese Unternehmen auch tatsächlich in der Lage sind, die Kontrollen effizient durchzuführen.

Sollten die Sicherheitsfirmen aber scheitern, muss eben eine Hundertschaft abgeordnet werden, die dann am Flughafen kontrolliert. Dies ist eine gesetzliche Aufgabe der Bundespolizei. Sie kann den schwarzen Peter nicht einfach den privaten Sicherheitsunternehmen zuschieben. Hier ist ein schnelles Eingreifen der politischen Führung erforderlich. Die Bürger haben einen Anspruch darauf!

Stefan Reh, Troisdorf