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KorruptionMillionenbetrug an Ford

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Die Angeklagten Karl Heinz Maria H. (2.v.l.), Hanno R. (3.v.l.), Manfred K. (Mitte hinten) und Richard H.(rechts hinten) gaben zu den Autobauer Ford um Millionen betrogen zu haben.

Saarbrücken – Es geht um Korruption in der Autobranche: Vier Männer sollen das US-Unternehmen Ford um eine Millionensumme betrogen haben. Vor Gericht räumen sie die Vorwürfe ein.

Vier Männer haben vor dem Landgericht Saarbrücken zugegeben, den Autobauer Ford mit Scheinrechnungen um rund 2,5 Millionen Euro betrogen zu haben. „Die Angeklagten haben sich geständig eingelassen im Sinne der Anklage“, sagte ein Gerichtssprecher am Freitag. Das Geständnis sei Teil einer Verständigung zwischen Angeklagten, Staatsanwaltschaft und Gericht, um den Prozess abzukürzen. Mit einem Urteil wurde noch am Freitagnachmittag gerechnet.

Zuvor sollte die Beweisaufnahme abgeschlossen werden. Unter anderem sollte noch ein Kriminalbeamter erläutern, wie kooperativ sich die Angeklagten bei den Ermittlungen gezeigt hätten. Bereits vor dem Prozessauftakt hatte die Staatsanwaltschaft Saarbrücken erklärt, dass das Verfahren mit einem sogenannten Deal enden könnte.

Angeklagt waren ein 53 Jahre alter saarländischer Stahlbauunternehmer und drei Kölner Ford-Mitarbeiter. Der 53-Jährige war wegen Bestechung und Beihilfe zur Untreue angeklagt, die Ford-Mitarbeiter wegen Bestechlichkeit und Untreue. Zwischen 2004 und 2010 soll der Saar-Unternehmer aus Lebach die Mitangeklagten mit Geld und Sachleistungen geschmiert haben. Im Gegenzug hätten diese dafür gesorgt, dass die fingierten und überhöhten Rechnungen von Ford akzeptiert wurden.