Der Leverkusener Pharma- und Agrarchemiekonzern hat im 3. Quartal deutlich zugelegt. Für das Gesamtjahr bestätigte Bayer seine im August angehobene Prognose.
Quartalsgewinn steigtBayer trotzt Inflation und Lieferproblemen

Das Bayer-Kreuz in Wuppertal
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Bayer hat Umsatz und Ergebnis im dritten Quartal trotz der steigenden Inflation und der globalen Lieferkettenprobleme gesteigert. Schnell ändern wird sich die Situation offensichtlich nicht. Der Leverkusener Konzern erwartet auch noch im kommenden Jahr Kostensteigerungen infolge der hohen Inflation. In Deutschland will Bayer bis Ende dieses Jahres unabhängig von russischem Gas sein. Auch die globalen Lieferketten seien weiterhin sehr angespannt. Um Lieferengpässe abzufedern, arbeite der Konzern intensiv mit Lieferanten sowie Vertragsherstellern zusammen und stocke weiterhin seine Lagerbestände auf, so Konzernchef Werner Baumann am Dienstag bei der Vorlage der Quartalsmitteilung.
Wir sind auf einem sehr guten Weg.
Für das Gesamtjahr bestätigte Bayer seine im August angehobene Prognose. „Wir sind auf einem sehr guten Weg“, sagte Baumann. Der Konzern erwartet ein Umsatzplus von acht Prozent auf etwa 47 bis 48 Milliarden und ein bereinigtes Ergebnis von 12,5 Milliarden.
Im 3. Quartal stieg der Konzernumsatz bereinigt um Währungsschwankungen und Zu- oder Verkäufe um 5,7 Prozent auf 11,281 Milliarden Euro. Während positive Währungseffekte den Umsatz erhöhten, belasteten sie das operative Ergebnis (Ebitda) vor Sondereinflüssen leicht, das sich allerdings um 17,3 Prozent auf 2,45 Milliarden erhöhte. Das Konzernergebnis belief sich auf 546 (Vorjahresquartal: 85 Millionen Euro. Das bereinigte Konzernergebnis je Aktie stieg um 7,6 Prozent auf 1,13 Euro.
Unkrautvernichter schieben Agrargeschäft an
Im Agrargeschäft (Crop Science) kletterte der Umsatz um 8,4 Prozent auf 4,69 Milliarden, wobei das Plus in Lateinamerika und Europa/Nahost/Afrika zweistellig zulegte. In Nordamerika hingegen sank der Umsatz deutlich laut Bayer vor allem aufgrund von Saatgutretouren. Das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen von Crop Science stieg um 33,5 Prozent auf 629 Millionen.
Der Umsatz im Geschäft mit rezeptpflichtigen Medikamenten (Pharmaceuticals) stieg um 2,9 Prozent auf 4,96 Milliarden. Ein Umsatzplus gab es beim Augenmittel Eylea sowie bei neuen Medikamenten wie dem Krebsmittel Nubeqa. Mit dem Krebsmittel Nexavar und dem Gerinnungshemmer Xarelto, erzielte Bayer dagegen weniger Erlöse. Gründe sind etwa Preisdruck in China und ein Patentablauf in Brasilien. Das operative Ergebnis der Sparte stieg um 15,2 Prozent auf 1,57 Milliarden. Dazu trugen auch Verkäufe von Randaktivitäten bei.
Erkältungswelle sorgt für Nachfrage bei rezeptfreien Mitteln
Bei den rezeptfreien Mittel (Consumer Health) steigerte Bayer den Umsatz um 4,4 Prozent auf 1,55 Milliarden. Das Geschäft mit Mitteln gegen Allergien und Erkältungen wuchs um 16,6 Prozent – etwas anhaltender Erkältungswellen. Das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen von Consumer Health stieg um 9,1 Prozent auf 336 Millionen.
Die Zahl der Mitarbeitenden stieg um 2,5 Prozent auf 102.296.