Ob rheinische Klassiker oder Spezialitäten aus Griechenland und Spanien. Im Wirtshaus Zum Kornbrenner in Nippes ist das kulinarischer Alltag.
Serie Rheinische TafelHaxen und Tapas in Nippes

Stefan Grigoriadis hinter der Theke seines Lokals Zum Kornbrenner in Nippes
Copyright: Michael Sachse
Das Wirtshaus Zum Kornbrenner (zumkornbrenner.koeln) im Stadtteil Nippes verfügt über alle Eigenschaften, die die Gäste von einem Traditionshaus erwarten dürfen: Wohnzimmer-Atmosphäre, weit zurückreichende Historie und rheinische Klassiker auf der Speisekarte. Und doch unterscheidet sich das Lokal von der Mehrzahl der urigen Häuser im Umfeld. Dafür garantiert Stefan Grigoriadis, der die Gaststätte seit 2018 gemeinsam mit Ehefrau Lika führt. Die Ambition, die Tradition des Hauses fortzuführen und gleichzeitig frische Akzente zu setzen, wird konsequent verfolgt. So lassen sich sowohl die Stammgäste überzeugen als auch junge Gäste hinzugewinnen. Die Eltern des Gastgebers stammen aus dem Norden Griechenlands. Er selber ist in Wiesbaden geboren, lebt aber schon lange in Köln. In verschiedenen Brauhäusern der Stadt hat Grigoriadis als Restaurantleiter Erfahrungen sammeln können, bevor er den Sprung in die Selbstständigkeit wagte.
Schankgenehmigung aus dem Jahr 1910
Den Wirtshauscharakter des Kornbrenners hat er beibehalten. Viele Zeugnisse der Historie schmücken die Wände, darunter die Schankgenehmigung aus dem Jahre 1910, der grüne Kachelofen und der antike Thekenschrank – ein Original aus den 1920er Jahren. Die Veedels-Wohnzimmeratmosphäre ist gleichzeitig eine gute Basis und ein Hinweis darauf, dass die bürgerliche Küche hier weiterhin ihre Berechtigung hat. Dafür stehen nicht nur die Schnitzel-Varianten (mit Beilagen ab 17,90 Euro) oder die Haxenpfanne mit Sünners Malzbiersoße und Bratkartoffeln (19,90 Euro). Doch darüber hinaus sind mediterrane Spezialitäten mehr als eine Ergänzung. Die Tapas etwa gehören zur Grundversorgung. Sie kommen mal spanisch (Babycalamari für 10,90 Euro) oder mal griechisch (zwei Lammkoteletts mit Landbrot und Zaziki für 13,90 Euro) auf den Teller.
Saisonkarte bietet viel Abwechslung
Auf der Saisonkarte entdecken wir zum Beispiel Kabeljauloins in Dijon-Senfsauce mit Zitronenrisotto (31,90 Euro), bayrischen Leberkäse mit zwei Spiegeleiern, Bratkartoffeln und Bratensauce (16,90 Euro) oder Matjesfilet in Tempurateig mit Babyspinat, Rote-Bete-Salat und Koriander (9,90 Euro). Wer sich kulinarisch weithin öffnet, achtet auch auf eine kreative Auswahl an vegetarischen Speisen. Wie wäre es zum Beispiel mit Ziegenkäse im Brick-Teig mit Wildkräutersalat, Honig, Rosmarin, Walnüssen und Babytomaten (16,90 Euro)? Frisch gezapft werden Kölsch und Wiess von Sünner. Das Weinsortiment bietet jeweils sechs verschiedene Rot- und Weißweine.
Zum Kornbrenner, Neusser Straße 171, 50733 Köln, (0221) 16799333, sonntags sowie dienstags bis donnerstags 17 bis 0.30 Uhr, freitags und samstags 17 bis 1 Uhr.
