Erste Interessenten zeigen Interesse an den Reptilien. Eine trägt Farbe auf dem Panzer, die andere hat ein langes Leben hinter sich.
Erste InteressentenHoffnung auf ein neues Zuhause für zwei Schildkröten in Rhein-Erft

Zwei Schildkröten sind in Elsdorf und Bergheim gefunden worden. Jetzt sucht das Veterinäramt des Rhein-Erft-Kreises die Besitzer oder Interessenten, die die Reptilien nehmen wollen.
Copyright: Rhein-Erft-Kreis
Die eine wurde in Bergheim-Kenten gefunden, die andere in Elsdorf-Esch. Mehr lässt sich über ihre Herkunft bislang kaum sagen. Niemand kennt ihre Namen. Niemand weiß, wo ihr Zuhause ist. Und vor allem: Niemand hat sich bisher gemeldet, der die beiden Schildkröten vermisst.
Rhein-Erft: Schildkröte wurde mit silbernem und gelbem Lack besprüht
Die erste ist ein männliches Exemplar der Griechischen Landschildkröte. Sein auffälligstes Merkmal ist der Panzer: Er wurde mit silbernem und gelbem Lack besprüht. Ein unverwechselbares Detail, doch geholfen hat es bislang noch nicht dabei, den Besitzer zu finden.
Das zweite Panzertier ist ein sehr altes männliches Exemplar der Maurischen Landschildkröte. Sie wurde in Elsdorf-Esch entdeckt. Wie alt sie genau ist, wo sie gelebt hat und wie sie auf die Straße kam – all das ist unbekannt.

Die Griechische Landschildkröte wurde mit silbernem und gelbem Lack besprüht.
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Beide Tiere befinden sich derzeit in geeigneten Pflegestellen, wie das Veterinäramt des Rhein-Erft-Kreises mitteilt. Dort sind sie gut versorgt und vor allem sicher. Was ihnen fehlt, ist ihr eigentliches Zuhause.
Besonders bedrückend ist, dass sich bislang niemand beim Veterinäramt oder beim Tierheim gemeldet hat. Es kann deshalb nicht ausgeschlossen werden, dass die Tiere während der Sommerferien ausgesetzt wurden. Vielleicht aber werden sie auch irgendwo vermisst und ihre Besitzer wissen noch nichts von ihrem Fund.
Erste Personen zeigen Interesse an den Schildkröten
Der Rhein-Erft-Kreis schreibt weiter: „Die Haltung einer europäischen Landschildkröte muss bei der Artenschutzbehörde des Kreises im Veterinäramt gemeldet werden, weil es sich um streng geschützte Tiere handelt. Beim Kauf bekommt man vom Züchter oder im Zoofachhandel für jedes Tier eine Art Personalausweis mit Herkunftsnachweis und Fotodokumentation.“
Immer zu Ferienbeginn hört man es oft von Hunden. Sie werden achtlos ausgesetzt, an Raststätten zurückgelassen oder an Leitpfosten angebunden, wenn die Herrchen in Urlaub fahren. Das Veterinäramt schließt auch bei den beiden Reptilien nicht aus, dass sie ausgesetzt wurden. Fest steht, dass sich bislang noch niemand weder beim Tierheim noch beim Veterinäramt gemeldet hat, der die Tiere vermisst.
Am Dienstag meldeten sich die ersten Personen, die Interesse an den Schildkröten zeigten. Doch zunächst werde noch abgewartet, ob sich nicht doch noch die derzeitigen Besitzer melden, hieß es aus der Kreisverwaltung.
Wer eines der beiden Tiere vermisst oder sich für die spätere Übernahme interessiert, kann sich an das Veterinäramt per E-Mail oder unter 02271/8313931 melden.
