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222 Jahre HänneschenSo ehrte die Oberbürgermeisterin das Kölner Puppentheater

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Hänneschen zu Gast im Rathaus, Mareike Marx

Hänneschen zu Gast im Rathaus, Mareike Marx

222 Jahre schon gibt es das Hänneschen-Theater. Zeit für einen Empfang bei Kölns OB.

Schon seit ihrer Kindheit zählt sich Oberbürgermeisterin Henriette Reker zu den Stammgästen des Hänneschen-Theaters. „Ich liebe die Kinderpuppensitzungen“, sagt sie und drückt in ihrer Rede ihre Dankbarkeit darüber aus, persönlich „hin und wieder mit einer Puppe auf der Bühne vertreten“ zu sein. Das Theater habe einen hohen Stellenwert für die kölsche Sprache und die Identität der Kölnerinnen und Kölner.

Anlässlich des 222-jährigen Jubiläums des Hänneschen Theaters lud Reker am Mittwoch das Team des Puppentheaters in den Hansasaal des Historischen Rathauses ein. Gekommen waren Intendantin Mareike Marx, das Ensemble, Vertretende des Fördervereins Freunde des Kölner Hänneschen-Theaters.

Für Marx, die ihre Position vor gut einem Jahr übernommen hat, sei es eine große Freude, das Haus in Zukunft führen zu dürfen: „Ich sehe dieser Aufgabe mit einer großen Dankbarkeit und Demut entgegen. Und ich freue mich auf alles, was kommt.“ Das Hänneschen-Theater sei ein Ort der Begegnung für die Kölner Stadtgesellschaft, unabhängig der Herkunft, des Alters, der Bildung und des Berufs seiner Besucherinnen und Besucher, sagte die Oberbürgermeisterin.

Hänneschen „städtischer Mitarbeiter“

Auf der Bühne des Theaters gehe es „um den Kölner Alltag, um Absurdität, Kuriosität, um alles, was unsere Stadtgesellschaft bewegt und das alles natürlich auf Kölsch“, lobte Reker. Das Hänneschen sei in gewisser Weise städtischer Mitarbeiter. „Noch immer erfolgt der Erstkontakt vieler Kinder mit der kölschen Sprache häufig im Hänneschen-Theater“, sagte Reker.

Zudem erinnerte Reker an die Initiative des Stockpuppentheaters während der Pandemiezeit, als der Rosenmontagszug ausfiel und es stattdessen einen Puppenzug im Miniaturformat gab. „Das Ensemble hat damals in Windeseile einen Umzug mit 30 Mann auf die Beine gestellt und damit so vielen Jecken eine große Freude in einer schweren Zeit bereitet.“ In ihren Augen halte das Hänneschen-Theater mit seiner Arbeit nicht nur Stockpuppen in die Höhe, sondern „unsere kölsche Seele“.

Viele Veranstaltungen in diesem Jahr

Zum Jubiläum plant das Theater zahlreiche Veranstaltungen. Das Stück „Medden im Kölsche Levve, iewich jung jeblevve“ ist eigens zum Jubiläum geschrieben worden und läuft ab dem 15. März. Ein Theaterfest wird die Crew am 24. und 25. August auf dem Eisenmarkt veranstalten. Dort soll „die Kunst des Puppenspiels hautnah erlebbar“ gemacht werden. Und es gibt noch ein Bonbon: Im Oktober werden die Musiker der Band Kasalla bei mehreren Kindervorführungen zu sehen sein. Sarah Lasyan

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