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Alfred-Schütte-Allee in Köln-PollEntschärfung der Raser-Strecke sorgt für Unmut

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Die ersten Verengungen sind da: Die Alfred-Schütte-Allee wird entschärft. Die ansässigen Firmen fühlen sich bei der Planung übergangen.

Die ersten Verengungen sind da: Die Alfred-Schütte-Allee wird entschärft. Die ansässigen Firmen fühlen sich bei der Planung übergangen.

Erleichterung für viele Poller Bürger, Unmut bei den Gewerbetreibenden: Die Entschärfung der Alfred-Schütte-Allee wegen der Raserproblematik stößt bei den Gewerbetreibenden am Rheinufer auf massive Kritik.

Der Verband Arbeitgeber Köln und die ansässige Firma Schütte beklagen, dass an den Industriestandort Poll nicht gedacht werde. Jede Zulieferung und jeder Schwertransport müsse künftig im Slalom über die Allee fahren, um das Werk zu erreichen. In diesem Gebiet wird die Straße baulich eingeengt. In einer zweiseitigen Erklärung macht der Verband auf ihre Problematik aufmerksam.

„Sorgen machen mir vor allem die geplanten Fahrbahnverengungen vor unserem Werksgelände. Die Alfred-Schütte-Allee ist eine Industriestraße und die einzige Zuwegung zu unserem Werk. Wir wickeln unsere gesamten Maschinentransporte und jede Art von Zulieferung bis hin zu Schwertransporten über diese Straße ab“, sagt Carl Martin Welcker, Geschäftsführer des Kölner Werkzeugmaschinen-herstellers. Wenn bald 40-Tonner hier im Slalom fahren, diene dies weder der   Verkehrssicherheit noch der Beruhigung.

Probleme wurden schon mehrfach angesprochen – ohne Erfolg

Auf diese Problematik habe die Firma Schütte und deren Betriebsrat den Kölner Verkehrs-dezernenten Ascgar Egerer und die Oberbürgermeisterin mehrmals hingewiesen – allerdings ohne Erfolg. „Wir haben das Gefühl, wir werden zwar angehört, aber nur, um im Nachhinein zu rechtfertigen, man habe mit allen gesprochen. Dabei scheinen die Pläne im Vorfeld bereits festzustehen.“

Die Stadt betonte am Donnerstag gegenüber der Rundschau , dass sie an die Belange der Firmen gedacht habe. .Die Schleppkurven großer Fahrzeuge wurden durch die Verkehrsplaner der Stadt bei der Planung von Einengungen berücksichtigt“, teilte eine Sprecherin mit. Die Einengungen seien so gestaltet worden, dass diese bei außergewöhnlichen Verkehren, wie beispielsweise Großraum- oder Schwertransporten, überfahren werden können. Dafür würden die Verkehrszeichen entfernt und gegebenenfalls Parkverbote für die Strecke erteilt. Dann könnten auch außergewöhnlich große Fahrzeuge den Bereich passieren. „Diese Pläne wurden in Gesprächen mit der Alfred-Schütte-Allee vorgestellt und erläutert“, so die Sprecherin. Die Maßnahmen seien auch mit der Polizei abgestimmt.

Auch auf dem Nachrichtenkanal Twitter gab es bereits Kritik an den verengenden baulichen Maßnahmen. „Das macht das Radfahren auf der Allee leider noch gefährlicher“, betonte eine Nutzerin. Die Stadt antwortete auf Twitter, dass die Baumaßnahmen noch nicht abgeschlossen seien.