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Der Dom geht auf AbstandGerüst wird teilweise abgebaut – Sicherheitszone eingerichtet

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Der Kölner Dom.

Köln – Große Ereignisse werfen bekanntlich einen Schatten voraus. So auch am Dom. Der Nordturm wird in diesem Jahr für einen kurzen Zeitraum ganz ohne Gerüst zu sehen sein. Eine Seltenheit. Die Demontage hat bereits im Kleinen begonnen, bevor im Herbst die verbliebenen Großelemente mit einem großen Autokran heruntergehoben werden. Nun kommen die Arbeiten in eine Phase, bei der Elemente oder Arbeitsgeräte auf einen nordwestlichen Bereich der Domplatte fallen könnten. Und da ist er der Schatten: In Form einer Absperrung.

Fast 40 Jahre alte Sturmschäden beseitigt

Die Mitarbeiter der Dombauhütte hangeln sich mit den Gerüsten rund um die Türme. Nacheinander vier für jeden Turm. Das jetzt noch hängende ist das dritte Gerüst am Nordturm, mit dessen Hilfe schwerwiegende Schäden beseitigt wurden, die bereits in den 80er Jahren erkannt wurden. 1984 fegte ein schwerer Sturm über Köln. Ein 3,25 Meter hohes Element einer Südturmfiale stürzte aus rund 100 Meter Höhe ab. Es kam zu schweren Schäden an Seitenschiffdächern. Auch die bröckelnde Kreuzblume des Nordturms stürzte in die Tiefe. Dazu noch die oberste Spitze des nördlichen Fialaufbaus (Ziertürme).

Die Ursache: Eisenarmierungen aus den 1870er Jahren, die ausschließlich im Bereich der Ziertürmchen in 80 bis 100 Metern Höhe verwandt wurden. Innerhalb des Steins setzten die Eisenstangen Rost an, dehnten sich dadurch aus und sprengten den Stein.1996 wurde das erste Gerüst am Nordturm installiert. Das jetzige folgte 2011. Einmal in luftiger Höhe angekommen, nahmen sich die Experten der Dombauhütte gleich auch die monumentalen Engelfiguren auf 75 Meter Höhe vor.

1870 aus Kalkstein aus Savonnières gefertigt, zeigen sie inzwischen deutliche Verwitterungsspuren. Bei einigen waren Flügel und Hände bereits abgebrochen. Einige mussten gar durch Kopien gänzlich ersetzt werden.

Schutz vor herabstürzenden Teilen

Was von dem dritten Gerüst am Nordturm aus zu erledigen war, das ist erledigt. Die Arbeiten an den Ziertürmen wurden bereits im vergangenen Jahr abgeschlossen. So konnte in den vergangen Monaten das Hängegerüst von den Mitarbeitern der Gerüstbauerkolonne der Dombauhütte zurückgebaut werden. Was direkt am Gerüst angebaut werden konnte, wurde durch ein Schutznetz zwischen der oberen und unteren Gerüstebene abgesichert. Darum brauchte es bisher keine Absperrung auf der Domplatte unterhalb des Gerüstes.

Jetzt geht es darum, die obere und die untere Gerüstlage selbst abzubauen. Auch das Schutznetz muss runter. Die großflächige Absperrung der Domplatte ist dabei unausweichlich, weil eventuell herabstürzende Teile durch nichts mehr aufgefangen werden können.

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Was nach dem jetzigen Abbau vom Gerüst am Nordturm noch übrig bleibt, muss voraussichtlich im Herbst mit technischer Unterstützung heruntergeholt werden: Der Autokran kommt dann zum Einsatz. Danach ist der Nordturm erstmals seit langem gerüstfrei, bis ein viertes und letztes Gerüst an die Nordostecke des Turms kommt.