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Corona in KölnSo lief die Impfaktion am Kölner Dom

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Impfaktion am Kölner Dom

Vor dem Hauptbahnhof warteten Hunderte Menschen am Freitag geduldig auf ihre Corona-Schutzimpfung,.

Köln – Ganz sicher war sich Henriette Reker nicht, ob die vielen Drängelgitter auf dem Bahnhofsvorplatz wirklich nötig sein würden. Doch als die Oberbürgermeisterin am Freitagmittag aus ihrem Dienstwagen steigt, stehen etwa 60 Impfwillige geduldig vor dem blau-weißen Impfbus der Feuerwehr. „Mit so vielen Menschen habe ich nicht gerechnet. Aber ich bin froh, dass unser Angebot so gut angenommen wird, denn wir brauchen eine noch höhere Durchimpfung“, sagt Reker. Doch das ist nur der erste Eindruck.

Andrang eher mäßig

„Lass dich impfen“ steht auf zwei roten Fahnen, die direkt vor dem Hauptbahnhof im Wind wehen. Es ist der Auftakt der dreitägigen Impfaktion der Stadt inmitten des Zentrums. Doch der Andrang lässt bereits nach zwei Stunden nach, bis zum Abend haben etwa 400 Menschen das Impfangebot genutzt. Die Stadt kämpft längst um jede Impfung.

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Der Impfbus in Köln

Spürbar wird die Impfmüdigkeit im Impfzentrum der Deutzer Messe. Neuerdings sind dort noch nicht mal mehr Termine nötig, um sich eine Impfung abzuholen. Doch pro Tag nutzen laut Stadt nur 100 bis 150 Menschen den schnellen Weg zum Impfschutz gegen das Coronavirus. „Wir haben auf mehr Zuspruch gehofft. Jetzt bringen wir den Impfstoff halt zu den Menschen“, sagt Dr. Johannes Nießen, Leiter des Gesundheitsamts. Insgesamt finden gut 2000 Impfungen pro Tag in Deutz statt, die Kapazität dort reicht für das Dreifache. Die Stadt erwägt inzwischen bereits, Personal zu reduzieren.

50 Prozent der Kölner sind vollständig geimpft

Derzeit sind 60 Prozent der Kölnerinnen und Kölner einmal und etwa 50 Prozent doppelt geimpft. Knapp 1,2 Millionen Impfungen haben in Köln insgesamt bereits stattgefunden.

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Vor der Impfung füllen die Teilnehmer Aufklärungsbögen aus.

Am Dom versucht die Stadt, alle Impfwünsche zu befriedigen und bietet großzügig die Impfstoffe von Astrazeneca, Biontech und Johnson & Johnson an. Eine Ärztin beantwortet geduldig die Fragen der Wartenden, sie erzählt von Antikörpern, die sich nach der zweiten Impfung mal vervierfachen und nach einer Kreuzimpfung versiebenfachen. Schon vorab hatte die Stadt intensiv die Kreuzimpfung mit Astrazeneca und einem mRNA-Impfstoff beworben.

Öffentliche Impfaktionen

1000 Impfdosen pro Tag stehen für die öffentlichen Impfungen zur Verfügung. Bei Bedarf kann laut Stadt Nachschub geliefert werden. Bis Sonntag steht der Impfbus ab 12 Uhr am Dom.

Weitere Stationen in der Innenstadt sind der Zülpicher Platz (23. Juli), Aachener Weiher (24. Juli) und Rudolfplatz (31. Juli). Geimpft wird jeweils von 14 bis 22 Uhr.

In den Stadtteilen folgen Impfungen in Buchheim (19.7.), Ossendorf (20. 7.), Höhenhaus (21.7), Dünnwald (22.7.), Heimersdorf 24.7), Buchforst (26.7.), Porz-Mitte (27.7), Bickendorf (28.7), Bocklemünd 29.7) un d erneut Meschenich 30.7), Hier wird jeweils von 12 bis 18 Uhr geimpft. (tho) 

Olaf Berkefeld aus Sülz hat sich für das Vakzin von Johnson & Johnson entschieden. „Das war mein Wunsch, weil ich mich nur einmal impfen lassen muss. Ansonsten hätte ich mich für eine Kreuzimpfung entschieden“, sagt er. Und er ist froh, nun in ein paar Tagen den vollen Impfschutz zu haben. „Ich hatte immer die Ungewissheit, welche Folgen eine Coronainfektion für mich hätte“, erzählt er. „Hoffentlich schaffen wir die Herdenimmunität“, meint er und fährt nach Hause. Das ist laut Medizinern aber erst bei einer Impfquote von 80 bis 85 Prozent der Fall.

Die Altersstruktur der Menschen, die vor dem Bahnhof zwischen den Drängelgittern stehen, ist stark gemischt. Eine junge Frau aus Brück entscheidet sich auch für Johnson & Johnson, ein Tourist aus Hamburg wählt die Kreuzimpfung. „Für mich stand schon vorher fest, dass ich mich impfen lassen möchte, hier war nun die Gelegenheit. Der Impfschutz ist für mich wichtig, weil ich gerne reise“, sagt Uwe Petzold. Auch Jugendliche ab 16 Jahre können sich hier impfen lassen, brauchen aber eine Einwilligung ihrer Eltern.