Diebesgut entdecktPolizei stoppt Hilfstransport aus Köln in die Ukraine

Für die Ukraine werden immer Spenden gebraucht – nun flogen zwei verdächtige Transporterfahrer auf.
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Köln – Die Kölner Polizei ermittelt gegen zwei Männer (36 und 42), die für die Initiative Blau-Gelbes Kreuz zwei Hilfstransporter in die Ukraine fahren wollten. Dies teilte die Behörde am Mittwoch mit. Die Männer sollen die voll gepackten Transporter dazu genutzt haben, umfangreiches Diebesgut versteckt in die Ukraine zu schaffen. Doch die Polizei kam den Verdächtigen auf die Schliche.
Fahrzeuge auf der A3 bei Dellbrück gestoppt
Ermittler stoppten die beiden Fahrzeuge am Dienstagnachmittag auf der A3 bei Dellbrück, als die Männer mit einem Fiat Ducato und einem Renault Master auf die Autobahn in Richtung Oberhausen aufgefahren waren. Der Ältere war bereits mehrfach mit Eigentumsdelikten im Fahrzeugsektor in Erscheinung getreten, sagte ein Polizeisprecher. Bei der Durchsuchung der Kleintransporter fanden die Polizisten unter anderem Fahrzeugteile von drei erst kürzlich in Köln gestohlenen Motorrädern. Die Krafträder hatten einen Wert von mehreren zehntausend Euro. Der 42-Jährige führte eine vierstellige Bargeldsumme verschiedener Währungen mit sich. Die Beamten nahmen die beiden Verdächtigen fest, stellten die Kastenwagen, das Geld und die Mobiltelefone sowie Ausweise der Fahrer sicher und leiteten Ermittlungen ein. Außerdem wurden vermutlich gestohlene E-Scooter gefunden. Die Polizei beabsichtigt, die Ukrainer, die in Deutschland keinen festen Wohnsitz vorweisen können, einem Haftrichter vorzuführen.
Wie die Polizei mitteilte, war die Hehlerware sehr gut versteckt. Die Geräte seien so verpackt gewesen, dass man sie als Hilfsgüter hätte ansehen können. In den Transportern war Babynahrung, Sonnenblumenöl, Mehl und viel andere Nahrung. „Die Ware ist mit einem anderen Transporter in die Ukraine gebracht worden“, sagte ein Polizeisprecher der Rundschau. Gegen den Verein Blau-Gelbes Kreuz bestehe kein Verdacht.

