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Eine Million Euro PreisgeldProfis kämpfen bei E-Sport-Turnier virtuell gegeneinander

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Digitale Arena mit 150-Quadratmeter-Bildschirm.

Köln – Im alten Rom gab es Brot und Spiele für das Volk. Die Gladiatoren waren Helden ihrer Zeit. Heute feiern Fans E-Sport-Matadoren, die ihre Kämpfe digital auf einer überdimensionalen Leinwand austragen. Drei Tage lang fand die Meisterschaft der weltbesten Teams im Computerspiel Counter-Strike: Global Offensive in der Deutzer Arena statt und lockte dabei insgesamt 45 000 Zuschauer nach Köln.

150 Quadratmeter ist die Leinwand groß, auf die täglich 15 000 Gäste in der Arena gebannt starrten. Das Spiel ist schnell erklärt: Ein Team mimt das Militär, dass einen Bombenanschlag verhindern will, das andere schlüpft in die Rolle der Terroristen, die ihn ausführen wollen. So entsteht ein direktes Duell zwischen den Teams, zu denen je fünf Spieler gehören.

Die Akteure sind Profis, die sich über Preisgelder finanzieren. In Köln gab es eine Million Euro für die besten Teams. Sie ziehen eine Schar von Fans an, die am Wochenende auf den Rängen der Deutzer Arena mitfieberte. „Das ist wie bei anderen Sportarten auch, da wird bei guten Aktionen gejubelt, aber auch mal laut gebuht“, verrät Ulrich Schulze, Produktmanager von der professionellen E-Sport-Liga ESL. Viele Teams haben mittlerweile große Fanclubs, die in der Halle für Stimmung sorgen. Besonders laut wird es, wenn bei einem Team nur noch ein Spieler im digitalen Wettstreit übrig ist, der es erfolgreich mit mehreren Gegnern aufnimmt. Das begeistert jeden Fan, weil die meisten selbst spielen und diese Situation nur zu gut kennen.

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Nach zweijähriger Corona-Pause stieg das Turnier der weltbesten 24 Teams bereits zum sechsten Mal in Köln. Warum der Standort so erfolgreich für die elektronische Sportliga ist, erklärt Schulze: „Köln ist leicht erreichbar, vor allem für Fans aus den Niederlanden oder aus Frankreich. Und es ist eine weltoffene Stadt, in der viel Englisch gesprochen wird.“ 30 bis 40 Prozent der Fans kommen laut dem Produktmanager aus dem Ausland zum Turnier. Dabei sei der Freitag – der erste Tag des Turniers mit der Vorrunde – noch nie so gut besucht gewesen. Die Frage laute nicht mehr, ob das Turnier im nächsten Jahr wieder in Köln stattfinde, sondern lediglich wann. Die Zahlen der Zuschauer im Internet unterstreichen, wie populär die digitalen Gladiatoren mittlerweile sind: Hunderttausend verfolgten das Turnier live, im Finale am Sonntag zwischen dem „Faze Clan“ und „Navus Vincere“ erwartete die Liga mehr als eine Million Zuschauer.