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Entscheidung des FestkomiteesTraditioneller Rosenmontagszug fällt auch 2022 aus

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Einen traditionellen Zoch mit hunderttausenden Besuchern wird es auch im kommenden Jahr nicht geben.

Köln – Auch im neuen Jahr wird es keinen traditionellen Rosenmontagszug durch Köln geben. Das teilte das Festkomitee Kölner Karneval am Montag mit. „Ein Zug mit Hunderttausenden Besuchern wird Ende Februar voraussichtlich nicht möglich sein“, heißt es in einer Erklärung. Die Schull- und Veedelszöch fallen auch 2022 aus. Das Festkomitee plane aber intensiv an Alternativen zum klassischen Zoch.

Zugleiter Holger Kirsch sagte: „In Anbetracht der Prognosen zur Omikron-Variante gehen wir derzeit davon aus, dass ein normaler Rosenmontagszug mit Hunderttausenden von Zuschauern nicht möglich sein wird. Aber natürlich beobachten wir die Corona-Lage weiterhin und prüfen, welche alternativen Konzepte kurzfristig möglich sein könnten.“

Persiflage-Wagen werden trotzdem gebaut

Planung und Bau von Persiflagewagen, die dabei im Zentrum stehen sollen, gehen also weiter. „Die wird es auf jeden Fall auch in diesem Jahr zu sehen geben”, versichert Kirsch. Geprüft werden nun verschiedene Zoch-Varianten, die schon im ersten Jahr der Pandemie in der Diskussion waren: Dazu zählt das Platzkonzept, eine Variante, bei der die Persiflage-Wagen auf verschiedenen Plätzen in den Kölner Veedeln als Ausstellungsstücke zu sehen sein sollten. Oder die „Rio-Variante“ mit festen Tribünen auf beiden Seiten eines deutlich verkürzten Zugweges.

Dies war unter anderem für den Heumarkt konzeptionell durchgespielt worden. Auch ein Rosenmontagszug im Stadion war eine Option. „Wenn der FC bis Ende Februar Corona-konform wieder vor Publikum spielen dürfte, könnte auch diese Alternative ein Weg sein, um unter 2G-Plus-Bedingungen sicher feiern zu können, teilte das Festkomitee mit. Kirsch: „All diese Varianten sind natürlich kein Ersatz für einen normalen Rosenmontagszug, das ist allen Beteiligten bewusst.”

Schull- und Veedelszöch fallen zum dritten Mal in Folge aus

Bereits zum dritten Mal nacheinander fallen die Schull- und Veedelszöch aus. Vor zwei Jahren war der Umzug der Schulen und Veedelsvereine dem Sturm zum Opfer gefallen, in diesem Jahr der Pandemie. Da der Rosenmontagszug nicht den üblichen Zochweg nutzen wird, haben die Freunde und Förderer des kölnischen Brauchtums die Schull- und Veedelszöch abgesagt. Zugleiter Willi Stoffel: „Unsere komplette Logistik baut auf der Infrastruktur des Rosenmontagszuges auf.

Ein Alleingang ist für uns deshalb nicht denkbar, zumal ja auch die Zöch am Sonntag Hundertausende in die Innenstadt locken. Wir verstehen, dass das Festkomitee unterschiedliche Alternativen durchspielt. Aber für die Schulen und Veedelsvereine, die nur wenige personelle und finanzielle Ressourcen haben, wollen wir jetzt Klarheit schaffen. Daher haben wir uns entschlossen, die Schull- un Veedelszöch schweren Herzens für 2022 abzusagen.”

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Beim Rosenmontagszug hatte es in diesem Jahr eine Zusammenarbeit mit dem Hänneschen-Theater gegeben: Es entstand ein Zoch im Miniaturformat, der vom WDR übertragen wurde. Kirsch: „Dabei ist vielen Kölnern warm ums Herz geworden. Auch wenn wir diese im wahrsten Sinne des Wortes ‚einmalige‘ Idee nicht noch einmal umsetzen können, wollen wir das Rosenmontagsfest dennoch irgendwie zu den Menschen nach Hause bringen – daran werden wir in den kommenden Wochen intensiv arbeiten.“