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„Flutprotokolle“Rundschau und Stadt-Anzeiger für Theodor-Wolff-Preis nominiert

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In den Flutprotokollen erzählen Betroffene vor der Kamera, wie sie die Katastrophe erlebt haben und den Wiederaufbau meistern.

Köln – Als mit der Flut im Juli 2021 für unzählige Menschen in unserer Region das Leben zusammenbrach, war klar: Nichts ist mehr wie vorher – auch für unsere Lokalredaktionen vor Ort nicht. Vom ersten Moment an haben die Kolleginnen und Kollegen die Schicksale der Opfer begleitet. Daraus ist ein einzigartiges Projekt entstanden, die „Flutprotokolle“.

Menschen in NRW erzählen vom Leben nach der Flut

In dem lokalen Videoformat und in den für die Printausgabe daraus erstellten Texten erzählen die Menschen selbst von ihrem Leben in den Trümmern, den Sorgen, der Verzweiflung, aber auch von ihrer Kraft beim Neuanfang. „Wir machen einfach weiter“ – das ist ein Satz der immer wieder zu hören ist, und der vielen anderen Mut gegeben hat.

Jetzt hat dieses Projekt eine besondere Anerkennung bekommen. Die „Flutprotokolle“ als gemeinsame Aktion der Redaktionen von Kölnischer Rundschau und Kölner Stadt-Anzeiger ist in der Nominierungsrunde für den renommierten Theodor-Wolff-Preis des Verbands der Digitalpublisher und Zeitungsverleger unter die besten drei lokalen Digitalprojekte gekommen. Über den Preisträger unter den Nominierten wird am 22. Juni in Berlin entschieden.

Individuelle Schicksale zu Zeitdokument zusammengefügt

Die „Flutprotokolle“ entstanden und entstehen noch immer im Team – beteiligt sind die Lokalredaktionen vor Ort, insbesondere im Kreis Euskirchen und im Rhein-Erft-Kreis, die die Gesprächspartner suchen, die Interviews führen, angeleitet und unterstützt von den Video-Kollegen und dem regionalen Online-Team.

„Die Redaktionen haben unter schwierigen Bedingungen ein bewegendes und großartiges Projekt gestemmt“, sagt Christine Badke, die die „Flutprotokolle“ koordiniert und betreut. „Die einzelnen Teile, die über mehrere Wochen hinweg entstanden, fügen die individuellen Schicksale zusammen und werden zu einem nachhaltigen wertvollen Zeitdokument.“

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Dahinter stand immer auch das Versprechen der Chefredaktionen beider Zeitungen, die Menschen in den Katastrophengebieten nicht zu vergessen – die „Flutprotokolle“ wird es deshalb auch weiterhin geben. (eb)