Am Interim der Zentralbibliothek wurde der größte Teil des Gerüstes entfernt. Im Inneren funktioniert ebenfalls alles.
Interim der Stadtbibliothek KölnEin neues Gesicht an der Hohe Straße

Die Zentralbibliothek an ihrem Interim-Standort an der Hohe Straße.
Copyright: Tobias Wolff
Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten. Aber man kann sich nun selbst von außen ein fast vollständiges Bild der Interims-Stadtbibliothek an der Hohe Straße machen: Das Gerüst ist weitgehend abgebaut, die neue Fassade nun sichtbar. Und sie erinnert stark an die 1980er Jahre, die auch wieder im Kommen sind. Die ehemalige Fassade wurde bis auf den Rohbau komplett abgerissen und durch eine Metall-Vorhangfassade mit integriertem Sonnenschutz ersetzt. Besonderer Clou dabei: Je nach Sonneneinfall sollen verschiedene Farbtöne in der Sonne schimmern.
Die Stadt nutzt inklusive der Untergeschosse fünf Geschosse, in den beiden Etagen darüber ist ein Fitnessstudio untergebracht. Im Erdgeschoss wird Einzelhandel einziehen. Alle Etagen des Interims sind geöffnet, Medien und Angebote können wieder in vollem Umfang genutzt werden. Der Service ist ebenfalls schon voll im Gange. Das Personal an fünf Serviceterminals, in den Etagen selbst sowie Fachkräfte in drei Lagerbereichen sorgen für einen reibungslosen Ablauf.
Medienwünsche werden auf I-pads übertragen
An der geschwungenen Theke im ebenerdigen Bereich können die Nutzer und Nutzerinnen beim Bibliotheksteam Bestellungen aufgeben, Ausweise beantragen oder verlängern sowie Fragen stellen. Ihre Medienwünsche werden auf I-pads Übertragen. Innen wirkt die Bibliothek freundlich, hell und aufgeräumt, es deutet nicht wirklich viel auf eine Übergangslösung hin. Das neue Haus habe fast alles, was im Haubrich-Hof vorhanden war, betonte Kulturdezernent Stefan Charles bei der Teileröffnung im letzten Jahr. Teilweise sogar besser, wie etwa beim Social Media Studio – dieses allerdings öffnet erst zu einem späteren Zeitpunkt. Es erhält einen Raum mit Schallschutztür und einer Wand in Grün für Videoproduktionen.
Die Sanierung des Hauptgebäudes ist derweil voll im Gange und soll voraussichtlich bis Anfang 2028 andauern, bevor der Rückzug der Bibliothek stattfindet. Die Schadstoffsanierung ist abgeschlossen, die Arbeiten liegen bislang jedenfalls noch im Zeitplan.

