
Kim Fischer ist eine Genießerin mit Sinn für Humor.
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Als Talkmasterin ist sie eine feste Größe, als Sängerin weniger. Nun hat Kim Fischer erneut ein Album eingespielt. Am 8. September kommt sie mit den Songs nach Köln.
Ihr neues Album „Was fürs Leben“ ist erschienen. Was ist das für ein Gefühl?
Ich bin seit Monaten unterwegs, von Fotos über Interviews, das war schon echt viel. Aber ich hab die ganze Zeit dieses Dauergrinsen – das ist mein Baby. Bei Riverboat habe ich immer die anderen auf der Bühne ins rechte Licht gerückt. Jetzt stehe ich mal in der ersten Reihe. Früher hätte ich sowas nicht gesagt, aber heute weiß ich, dass es nicht großspurig ist, sondern mein Herzenswunsch. Ich habe so lange gesät, jetzt ernte ich.
Ihr letztes Album kam 2001 raus. Warum nach einer so langen Pause jetzt wieder der Schritt ins Musikgeschäft?
Auf dem Album ist eine Nummer die heißt „Erste Liebe“ und genau das ist es. Ich hab mein Studium damit finanziert, auf Straßenfesten gespielt, auf Firmenfeiern gesungen, und ich hab es geliebt. Ich hab immer schon gesungen. Ich bin durchs Abi gefallen und was habe ich gemacht: Ich hab auf der Abifeier gesungen.
Haben Sie von Anfang an gewusst, dass es ein Album über das Leben werden soll?
Ich habe angefangen und hatte gar keine Idee. Das Finden von Sound, Stil und Inhalt hat am längsten gedauert. Mit Luci van Org habe ich das Lied „Was fürs Leben“ geschrieben. Ich fand immer, dass das ein schöner Arbeitstitel für ein Album ist. Und dann hat sich einfach ergeben, dass das alles so Themen rund ums Leben sind. Wenn man 50 ist, hat man ja auch ein bisschen was zu erzählen.
Sie waren unter anderem Gast bei „Das große Schlagercomeback“. Wie war es, als Sängerin auf der Bühne zu stehen?
Erstmal war ich natürlich voller Vorfreude. Ich habe als Gag zur TV-Produktion gesagt: „Ich hätte gerne eine Windmaschine, ich möchte meinen Celine-Dion-Moment.“ Auf einmal stehen wir auf der Bühne und da waren wirklich Windmaschinen und Konfetti. Ich sah nur wie auf einmal alles flog und dachte „Gott ist das toll“ (lacht). Das war also tatsächlich mein Celine-Dion-Moment.
Ihr Lied „Danke“ handelt von verflossenen Liebesgeschichten. Hätten Sie gerade gerne einen Partner an Ihrer Seite?
In der Tat würde ich das gerne mit dem richtigen Partner erleben wollen. Aber es ist überhaupt nicht weniger schön, es nicht mit jemandem zusammen zu erleben. Nichts ist schöner als wenn man wirklich zufrieden ist. Ich hatte eine lange und schöne Partnerschaft, aber am Ende war sie nicht so Kraft schenkend, wie man das von einer Partnerschaft erwartet. Es ist gar kein „nie wieder“, aber jetzt bin ich gerade mit meinem Album verlobt.
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Was verbinden Sie mit Köln?
Früher habe ich ganz viel in Köln gedreht, auch für den WDR. Ich verbinde ganz viel mit Köln. Eine Zeit lang wollte ich sogar nach Köln ziehen. Ich hätte mir als Berlinerin nichts anderes vorstellen können, weil ich das Gefühl hatte, es ist genauso unkompliziert mit den Kölnern wie mit den Berlinern.
Am 8. September geht es los mit dem ersten Konzert hier in Köln. Mehr Aufregung oder Vorfreude?
Ich glaube aktuell kann ich ganz gut mit meiner Freude anstecken. Es ist eine Zeit, in der wir das brauchen. Ich bin nicht naiv und guck nicht weg. Ich weiß was gerade um uns herum passiert und kann die Situation gut einschätzen. Aber mehr denn je ist es wichtiger, dass wir auch mal abschalten und das Leben feiern. Deshalb ist „Was fürs Leben“ eine Hymne ans Leben, ein Dankeschön und eine Liebeserklärung. Das wird ein richtig guter Abend in der Kulturkirche für alle – das weiß ich einfach.


