Bereits 2023, 2024 und 2025 stand Woelki nicht auf der Gästeliste der Proklamation im Gürzenich.
Karneval in KölnKardinal Woelki erneut nicht zur Prinzenproklamation eingeladen

Kardinal Rainer Maria Woelki.
Copyright: Roberto Pfeil/dpa
Kardinal Rainer Maria Woelki wird auch im vierten Jahr in Folge nicht Teil der Prinzenproklamation im Gürzenich sein. Das bestätigte das Festkomitee Kölner Karneval auf Anfrage. „Die Kirche gehört zum Karneval dazu. Das heißt aber nicht, dass der Kardinal automatisch zur Proklamation eingeladen wird“, sagte Festkomitee-Sprecher Michael Kramp.
Bereits 2022 stand Woelki erstmals nicht auf der Gästeliste der Proklamation. Damals fand die Nicht-Einladung keine Beachtung, weil die Veranstaltung aufgrund der Corona-Pandemie ohne Besucher stattfand. Im Vorfeld der Proklamation 2023 sorgte die „Bereinigung“ der Gästeliste schließlich für Aufsehen. Beim Festkomitee ging es damals niemandem um die Distanzierung von der katholischen Kirche als solches, sondern vielmehr um einen sichtbaren Abstand zum Kardinal, der auch innerhalb der Kirche im Zuge der Aufarbeitung von Missbrauchsfällen umstritten war.
Prinzenproklamation 2026: Stadtdechant hält die Festrede im Gürzenich
Die katholische Kirche wird bei der Prinzenproklamation wie in den vergangenen Jahren vom Dom- und Stadtdechant vertreten, der in diesem Jahr (wie berichtet) auch eine Rolle auf der Bühne einnehmen wird. „Als oberster Vertreter der Katholiken in Köln wird Robert Kleine dabei sein und die Festrede halten. Er ist den Menschen zugewandt, überaus beliebt bei den Leuten und vor allem ein Vollblut-Karnevalist“, sagte Kramp. Kleine ist unter anderem Feldheiliger im Traditionskorps der Altstädter. Gemeinsam mit dem Stadtsuperintendenten Bernhard Seiger leitet er auch in diesem Jahr, am Mittwoch, den Karnevalsgottesdienst im Dom und segnet später in der Session die Persiflagewagen des Rosenmontagszugs.
