Förderverein und Museumsdirektor stellten Pläne für die Zeit der Schließung des Museums vor.
„Sichtbar bleiben“Festliche Wallraf-Gala für besondere Kunstaktion in der Stadt

Kunstfreunde: Paul Bauwens-Adenauer, Karl-Ludwig Kley, Kulturdezernent Stefan Charles, Patrick Adenauer, Torsten Burmester und Marcus Dekiert (v.l.)
Copyright: Arton Krasniqi
150 Gäste kamen zur festlichen Benefiz-Gala ins Wallraf-Museum und sie alle hatten ein Ziel: Dass das Wallraf auch während der Schließungszeit, die am 3. August beginnt, in der Stadt sichtbar bleibt. Dafür haben sich der Förderverein „Freunde des Wallraf-Richartz-Museum“ mit ihrem Vorsitzenden Karl-Ludwig Kley und Museumsdirektor Marcus Dekiert eine besondere Aktion ausgedacht. 40 bis 50 Reproduktionen berühmter Werke aus dem Museum werden an ungewöhnlichen Orten in der Stadt ausgestellt werden.

Werner Görg, Aufsichtsratsvorsitzender der Barmenia-Gothaer, Gaffel-Brauerei-Chef Heinrich Philipp Becker und Martin Zügel (v.l.), Geschäftsführer des Pharma-Unternehmens AMW Evolution.
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Genaueres wird noch nicht verraten. „Das soll ja auch einen gewissen Überraschungsmoment haben“, sagt Karl-Ludwig Kley. Denkbar seien aber zum Beispiel der Flughafen, der Zoo und die KVB als Kunstspielorte. Die Bilder werden in Originalgröße aufgezogen und hochwertig gerahmt – weil manche von ihnen im Freien hängen werden, muss hier allerdings Kunststoff verwendet werden. Wie im Museum werden sie mit einem Erklärungsschildchen versehen.
Wallraf selbst tanzte in den Saal
Mit dem Erlös der Gala soll diese Aktion mitfinanziert werden. Unter den Gästen waren Oberbürgermeister Torsten Burmester, Kulturdezernent Stefan Charles, Patrick Adenauer, Paul Bauwens-Adenauer, Henrik Hanstein und Isabel Apiarius-Hanstein, Christian DuMont Schütte und Sylvia von Metzler. Sie wurden im Foyer empfangen, dann ging es zum Essen in den festlich geschmückten Stiftersaal. Bei einer Auktion konnte man ganz besondere Erlebnisse ersteigern, etwa eine Privatlesung mit Schriftsteller Navid Kermani.

Auch Musik und Tanz wurden bei der Gala geboten.
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Die Gala sei ein Zeichen für „hervorragende Zusammenarbeit“ der „Freunde“ und des Museums, so Kley. „Wir sind der größte und älteste Museumsförderverein in Köln. In Zeiten knapper öffentlicher Kassen wird ein solches Engagement immer wichtiger.“
Begleitet wurde der Abend von Musikern und Tänzern des Vereins „Yehudi Menuhin Live Music Now“. Sie stellten unter anderem die Geschichte des Wallraf dar. Da tanzte zu Beginn der Sammler Wallraf selbst in den Saal. Auch die anstehende Schließung wurde szenisch umgesetzt, ebenso wie die Freude über die Neueröffnung, die für Ende 2028 geplant ist: Da erklang Offenbachs lebenslustiger und kraftvoller Cancan.
