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Veedel gegen CoronaKöln investiert 1,7 Millionen Euro, um Impfbereitschaft zu fördern

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Corona-Impfaktion in Finkenberg

Köln – „Wir wollen möglichst viele Vorbilder gewinnen. Menschen, auf die gehört wird.“ Bei der Vorstellung verschiedener Projekte des städtischen Förderprogramms „Im Veedel gegen Corona“ betonte Sozial- und Gesundheitsdezernent Harald Rau, wie wichtig es sei, über Vorbilder Zugang zu den Menschen zu bekommen. Um impfskeptische Personen zu erreichen, brauche es „die richtigen Menschen und Organisationen“, sagte Rau. Er lobte die Impfaktion des 1. FC Köln, der hier mit klarer Haltung voranschreite.

30 Maßnahmen für Impfsteigerung

Die Stadt hatte Anfang Mai mit Impfungen in sozialen Brennpunkten begonnen. Derzeit unterstützt sie 30 „Maßnahmen und innovative Projektideen zur Förderung der Test- und Impfbereitschaft in allen Sozialraumgebieten Kölns“. Dazu gehören etwa die Aufklärungsarbeit des Sozialdienstes katholischer Frauen am Kölnberg in Meschenich und des Vereins „Frauen gegen Erwerbslosigkeit“ in Bilderstöckchen sowie die Corona-Impfkampagne der Afrikanischen Gemeinde.

Freie Träger und Stadt setzen dabei auf mehrsprachige, kultursensible Beratung und Information. Der Verein „Wir im Nordquartier“ besucht mit einem Fahrrad-Küchenmobil Teestuben, Cafés, Spielhallen und Kioske in Mülheim, um mit Menschen ins Gespräch zu kommen. Auch ein Corona-Comic wurde produziert. Er soll es erleichtern, Analphabeten das Thema verständlich zu machen. Weitere Projekte seien erwünscht, erklärte Rau, interessierte Organisationen könnten bei der Stadt Fördergelder beantragen. Insgesamt stehen 1,7 Millionen Euro zur Verfügung, das Programm läuft seit 3. Juni.

Bisher rund 67 Prozent der Kölner geimpft

Zur bundesweiten Debatte um die Frage, ob die Impfquote möglicherweise höher ist als die vom Robert-Koch-Institut (RKI) offiziell genannten Zahlen, sagte Rau, er gehe davon aus, dass die Kölner Zahlen die Mindestimpfquote darstellen und in der Realität vielleicht höher liegen. Bis Anfang dieser Woche hatten in Köln 725 420 Menschen eine Erstimpfung erhalten, was einer Impfquote von rund 67 Prozent entspricht.

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Nach dem Ende der kostenlosen Corona-Tests ab 11. Oktober soll es auch in Köln keine Gratis-Bürgertests mehr geben. Er erkenne aktuell keine Bestrebungen der Stadt Köln, künftig solche Tests zu bezahlen, sagte Rau. Wenn überhaupt, sei das Sache von Land und Bund. In Schulen und Kitas würden aber voraussichtlich auch in Zukunft kostenlose Tests angeboten.