Städtisches Gymnasium Köln-DeutzEhemalige Schüler kommen auf 59 Abi-Treffen in 60 Jahren

Lesezeit 2 Minuten
60 Jahre nach dem Abitur am Städtischen Gymnasium Köln-Deutz trafen sich jetzt acht ehemalige Schüler mit der heutigen Direktorin Anja Veith-Grimm.

60 Jahre nach dem Abitur am Städtischen Gymnasium Köln-Deutz trafen sich jetzt acht ehemalige Schüler mit der heutigen Direktorin Anja Veith-Grimm.

In den ersten Nach-Abi-Jahren fanden Treffen einmal jährlich statt, später gab es sogar Tagesausflüge mit Wanderungen und Besichtigungen  – und den Ehefrauen.

Seit dem Abitur 1964 treffen sich die ehemaligen Schüler des Städtischen Gymnasiums Köln-Deutz in jedem Jahr – die Gruppe kommt insgesamt auf stolze 59 Abi-Treffen, einzig Corona hat die zahlenmäßige Perfektion verhindert. Jetzt war es wieder so weit: In der Kölner Altstadt trafen sich acht frühere Schüler und feierten das 60. Abiturjubiläum. 

56 Schüler starteten, beim Abi waren 20 übrig

1955 ging es für 56 Schüler am Städtischen Gymnasium an der Schaurtestraße los, beim Abitur waren noch 20 Schüler übrig. „Wir waren leistungsmäßig unauffälliger Durchschnitt, aber in Sport waren wir Klasse“, schreibt Heinz Fritze, ehemaliger Schüler, der heute in Voerde am Niederrhein lebt.

Zu jedem Abiturtreffen gehört es, über ehemalige Lehrer und ehemalige Mitschüler zu reden, die Personen Revue passieren zu lassen. „Herausragender Lehrer war unser Klassenlehrer Herr Kamphausen (Deutsch) und natürlich unser Sportlehrer Herr Steinhardt“, schreibt Fritze.

Mitschüler Eberhard Feik wurde durch Horst Schimanski berühmt

Bekanntester Schüler der Klasse war, so heißt es, Eberhard Feik. „Schon in der Klasse und bei den Karnevalssitzungen der Schule zeigte er sein komödiantisches Talent“, beschreibt Fritze. Feik wurde Schauspieler und durch seine Rolle als Christian Thanner in den Tatort-Krimis mit Horst Schimanski (Götz George) bekannt. Feik sorgte durch seine Popularität auch einmal für mediale Präsenz des Gymnasiums: Der Schauspieler wurde 1993 in die Wim-Toelke-Sendung „Klassentreffen mit ...“ eingeladen, und der eingeladene Lieblingslehrer war Sportlehrer Steinhardt.

In den ersten Jahren mit Studium, Berufsfindung und Familiengründung fanden die Klassentreffen einmal jährlich statt. Später gab es zusätzlich Tagesausflüge mit Wanderungen, Besichtigungen und Führungen, und auch die Ehefrauen wurden eingebunden. Später, im Ruhestand, fanden elf Mehrtagesfahrten in verschiedene Regionen Deutschlands statt. „Insgesamt haben wir uns etwa 90 Mal getroffen“, schreibt Heinz Fritze.

Aktuelle Direktorin berichtete vom Schulalltag heute

Einige der früheren Schüler sind bereits gestorben, zum 60. Jubiläum jetzt kamen acht ehemalige Schüler. Als Gast begrüßten die Senioren Anja Veith-Grimm, aktuelle Direktorin in Deutz. Sie erzählte von der Schule heute, von der Aufstellung des Gymnasiums vor dem Hintergrund der Entwicklungen in der Schul- und Bildungspolitik. Veith-Grimm beschrieb zudem die aus ihrer Sicht größte Veränderung der letzten Jahre: Es sei eine sehr selbstbewusste Schülergeneration herangewachsen, neue Medien hätten dazu sicher auch ihren Teil beigetragen.

Den Tag stellten die ehemaligen Schüler gleich unter zwei Mottos: Carpe diem – nutze den Tag. Und, wichtig als Kölner Schüler: Drinkste ene met?

Rundschau abonnieren