Die Suche geht weiterPolizei findet keine neue Anlaufstelle – Container kommen weg

Haben ausgedient: Die alten Container für die Bundespolizei sollen vom Domvorplatz verschwinden.
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Köln – Ein halbes Jahr nach dem Aus der Kölner Polizei für ihr neues Domizil im Deichmannhaus, ist die Behörde weiter auf der Suche nach einer neuen Anlaufstelle. Dies bestätigte eine Behördensprecherin. Die Polizei plant weiter in den kommenden Jahren in zentraler Lage in der Innenstadt eine Anlaufstelle für die Bürger einzurichten. Doch mit dem Deichmannhaus hat es nicht geklappt. „Nach mehreren Gesprächen sowohl mit dem Makler als auch mit dem Eigentümer des Objektes konnte keine Einigung hinsichtlich des Mietvertrages erzielt werden, so dass die Verhandlungen gescheitert sind“, hieß es in einem internen Schreiben, das der Rundschau vorliegt.
Suche gestaltet sich schwierig
„Die Lage ist hervorragend. Wir wären gerne dort eingezogen“, hieß es im Januar 2020 aus dem Polizeipräsidium. Doch es ist offenbar nicht so einfach neue Räume in Top-Lagen zu bekommen, auch wenn der Mieter die Polizei ist. Die Landespolizei möchte wie die Bundespolizei im stark frequentierten Gebiet rund um den Hauptbahnhof für die Bürger da sein. Die Räumlichkeiten werden jedoch keine Ähnlichkeit mit einer richtigen Polizeiwache haben. Es wird keine Zellen oder Einsatzfahrten von der neuen Anlaufstelle geben. Dies wird weiter von der Innenstadtwache geschehen.

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Bisher ist die Anlaufstelle im Kurienhaus. Doch diese Räumlichkeiten werden von Bürgern und Touristen kaum angenommen und sind am Ende des Treppenabganges zum Dom auch nicht direkt zu erkennen. Darum der Plan der Polizei: Neue Immobilien in besserer Lage. Aber der wesentliche Punkt für den Auszug ist das Großprojekt „Historische Mitte“. Der Mietvertrag mit dem Dom läuft nach einer Verlängerung bis zum 30. Juni 2022. Der Baubeginn für die „Historische Mitte“ soll Mitte des Jahres 2024 starten – auch mit einem Abriss des Kurienhauses.
Möglicherweise wird die Polizei aber noch länger in der Anlaufstelle bleiben; denn Baumaßnahmen von der Größenordnung einer „Historischen Mitte“ starten in Köln auch gerne später. Deswegen ist die Polizei auch nicht in großer Eile ein neues Domizil zu finden. Dennoch heißt es in einem Schreiben zu dem Gesamtkomplex, dass um Unterstützung bei der Suche nach einem Objekt gebeten wird und geeignete Liegenschaften der Führungsstelle der Polizei zu melden sind. Eine mobile Wache, die nach den Silvestervorfällen aufgestellt wurde, schließt die Behörde aus.
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Die Bundespolizei ist derweil in sein Containerdorf auf dem Breslauer Platz eingezogen. Die alten Container am Nebeneingang des Hauptbahnhofes sollen nun doch weg. „Das Mietverhältnis ist abgelaufen. Wir brauchen die Container nicht mehr“, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei. Die Beamten mussten dort unterkommen, weil ein Randalierer in der Wache im Hauptbahnhof schwere Schäden angerichtet hatte und dort eine Arbeit nicht mehr vernünftig möglich wahr.

