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Bühnen KölnGefahr gebannt – Ende der Sanierung ist in Sicht

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Eine verschwommene Person passiert die Baustelle. Auf dem Sperrzaun steht in weißen Buchstaben auf blauem Hintergrund: "Bühnen Köln Sanierung".

Die Bühnen Köln mit der Oper werden noch bis 2024 saniert.

Die Druckluftschächte hätten dem Termin für die Schlüsselübergabe der sanierten Kölner Bühnen noch einen Strich durch die Rechnung machen können, doch die Gefahr ist gebannt.

Die Sanierung der Kölner Bühnen hat die nächste wichtige Hürde genommen: Die Sanierung der Schächte für den Rauchschutz, die dem Technischen Betriebsleiter Bernd Streitberger in den vergangenen Monaten große Sorgen bereitet haben, ist erledigt. Das teilt das Team der Bühnen der Politik in einer Mitteilung für den entsprechenden Betriebsausschuss am morgigen Donnerstag mit.

Kein Terminrisiko mehr

Zuletzt wackelte aufgrund der sogenannten RDA-Schächte der Termin für die Schlüsselübergabe am 22. März 2024. Der Abschlussbericht der Projektsteuerers bestätigt nun jedoch, dass kein Terminrisiko mehr besteht. Es sind sogar keine weiteren Sanierungsaufwendungen mehr für die Schächte nötig.

Bereits im Dezember berichtete die Rundschau von den Problemen mit den RDA-Schächten, deren Sanierung durchgeführt worden war, bevor Streitberger und sein Team 2015 die Sanierung übernahmen. Ende 2022 fand die Projektleitung bei einer Überprüfung Mängel.

Die Rauchschutzdruckanlagen sorgen im Brandfall dafür, dass frische Luft mit hohem Druck in die Treppenhäuser mit Fluchtwegen gelangt. Gleichzeitig wird entstandener Rauch über Schächte aus dem Gebäude gepresst. Dadurch entstehen kurzzeitig enorme Sogkräfte und diese Druckbelastung war zu hoch für die gemauerten Schachtwände. Die Wände wurden durch Stützen und Riegel aus Beton stabilisiert.

Sicherheitsfaktor 1,5

Streitberger teilt nun mit, dass Belastungstests gezeigt haben würden, dass die RDA-Schächte in der Lage sind, das 1,5-fache des errechneten Drucks aufzunehmen. 1,5 ist der Sicherheitsfaktor bei Belastungstests dieser Art. Hätten die Schachtwände diesen Test nicht bestanden, wäre die Alternative eine vollumfängliche Sanierung der Schächte gewesen. Das hätte deutlich mehr Zeit in Anspruch genommen und höhere Kosten bedeutet.

Dass die Risiken mit jeder Hürde, die genommen wird, sinken, hatte bereits der Monatsbericht März deutlich gemacht. Vieles deutet mittlerweile darauf hin, dass ein Ende des Dekadenprojekts in Sicht ist.