Endlich ins Freie! Die drei Löwenjunge machen die ersten Schritte draußen. Wir waren dabei.
Zohan, Prija und ReevaLöwenbabys erkunden ihre Welt im Kölner Zoo

Meinen Jungen tut niemand was! Löwenmama Gina passt auf.
Copyright: Foto: Meike Böschemeyer
Dicht gedrängt stehen Besucherinnen und Besucher vor dem Löwengehege im Kölner Zoo. Viele haben ihre Kameras dabei, sie warten gespannt darauf, dass die drei jungen Asiatischen Löwen in ihr großes Außengelände dürfen. Plötzlich bewegt sich etwas im dichten Bambusgestrüpp am hinteren Rand der Anlage. Das nutzen die drei winzigen Löwenjungen als Deckung, trauen sich Schritt für Schritt langsam ins Freie und tapsen vorsichtig hinter Löwenmutter Gina her. Die lässt ihren Nachwuchs nicht aus den Augen lässt.
Der kam Ende November zur Welt und wurde von Mutter Gina von Anfang an gut versorgt. Die beiden weiblichen Jungtiere heißen „Prija“ und „Reeve“, der Kater bekam vom Team der Raubtierpflegerinnen und Raubtierpfleger den Namen „Zohan“, was im Altindischen „Geschenk Gottes“ heißt, „Prija“ heißt „die Geliebte“ und „Reeva“ steht für „der Stern“.

So spannend ist die Welt!
Copyright: Meike Böschemeyer
Nach ihrer Geburt lebten die Jungtiere zunächst in einer abgedunkelten Wurfbox im Innenbereich ohne Kontakt zu Menschen, damit sie möglichst ungestört und artgerecht aufwachsen. Das Raubtier-Team hatten sie dort über Kameras jederzeit im Blick, die Besucher bekamen über einen Monitor in der„ Tigerhöhle“ einen Einblick in die Wurfbox. Auch wenn die drei jetzt erstmals öffentlich gezeigt werden, durften sie die Außenanlage bereits vorher erkunden. Der erste Tag draußen war laut Zoo für die Tiere noch sehr ungewohnt. Beim Spielen fiel eines der Jungtiere sogar kurz ins Wasser.
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Inzwischen erkunden die drei Mini-Löwen zur Freude der Besucher das Gehege neugierig und immer mutiger. Auch Vater Navin darf schon mit ihnen zusammen sein, er strahlt große Ruhe aus und weist die Kleinen nur dann zurecht, wenn sie ihn allzu arg „ärgern“. Zwölf bis dreizehn Kilogramm bringt der Nachwuchs mittlerweile auf die Waage, noch ist sein Hauptnahrungsmittel die Milch von Mutter Gina.
Langsam beginnen sie, sich für Fleisch zu interessieren. Aber noch spielen sie damit mehr, als es zu fressen, schildert eine der Pflegerinnen den staunenden Besuchern. Nach draußen durften die Jungtiere erst nach zwei Grundimmunisierungen, die sie vor Krankheiten schützen, die unter anderem von Mäusen oder Ratten übertragen werden. In Zukunft werden die Pfleger die immer bewegungsfreudigeren Jungkatzen regelmäßig mit Spielzeug, Grasbüscheln oder Säcken beschäftigen, die sie ins Gehege werfen.
Die drei Jungtiere sind der dritte Wurf, den Gina im Kölner Zoo zur Welt bringt. Ihren ersten Wurf brachte sie im April 2024 zur Welt, als ersten Nachwuchs der Art im Kölner Zoo seit 20 Jahren. Die zwei Jungtiere ihres zweiten Wurfes nahm sie nicht an; die Zooverantwortlichen entschlossen sich, diese einzuschläfern.
