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Kunst an Kölner LitfaßsäulenNeue Motive auf Kunstsäulen verbinden Vergangenheit und Gegenwart

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Eine Litfaßsäule der Aktion „Kunst an Kölner Litfaßsäulen“ zeigt die Arbeit „Palimpsest“ der Künstlerin Karin Hochstatter.

Eine Litfaßsäule zeigt die Arbeit „Palimpsest“ der Künstlerin Karin Hochstatter.

Die Werke der Künstlerin Karin Hochstatter sind bis zum 26. Oktober auf den Litfaßsäulen zu sehen.

Die Aktion „Kunst an Kölner Litfaßsäulen“ zeigt ab sofort ein neues Projekt auf den 27 Kunstsäulen im Stadtgebiet. Am Freitag, 4. September, wird die Ausstellung „Palimpsest“ der Künstlerin Karin Hochstatter um 17 Uhr offiziell an der Kunstsäule Remigiusstraße/Nikolausstraße in Sülz eröffnet. Die Motive werden bis zum 26. Oktober auf den Säulen präsentiert.

„Palimpsest“ soll ein Bild zwischen Vergangenheit und Gegenwart zeigen und den Prozess der Neukombination und Transformation thematisieren. Im Zentrum steht die Frage, was mit Bildern geschieht, wenn sie ihren historischen Zusammenhang verlassen, überschrieben, fragmentiert und in neue Konstellationen überführt werden. Als Ausgangspunkt nutzte Karin Hochstatter historische Holzstiche des französischen Künstlers Gustave Doré zu Dantes „Göttlicher Komödie“ aus dem 19. Jahrhundert. Sie überarbeitete die Bilder, nahm sie auseinander, kombinierte sie neu und fügte eigene Zeichnungen bei. Auf den Säulen ist jeweils ein kurzer Erklärtext angebracht.

Säulen werden zum Kunstobjekt

Der Titel „Palimpsest“ – ein Begriff aus dem Griechischen – bezeichnet ein wiederbeschreibbares Schriftstück, bei dem ein älterer Text entfernt und mit neuem Text beschrieben wurde. Die ältere Schrift blieb dabei zumindest teilweise sichtbar. Genau das passiert auch bei Hochstatters Kunstwerken, bei denen zudem die Säule selbst Teil von künstlerischer Reproduktion wird.

Karin Hochstatter absolvierte die Kunstakademie Düsseldorf als Meisterschülerin bei dem Schweizer Künstler Franz Eggenschwiler. Sie arbeitet vor allem mit Skulpturen und Installationen. Außerdem nutzt sie Zeichnungen, Fotografie und Film.

„Kunst an Kölner Litfaßsäulen“ ermöglicht es Kunstschaffenden seit 2016, ihre Werke auf den Säulen zu präsentieren. Unter den Bewerbern wählt eine Jury die jährlichen Arbeiten aus. Insgesamt gibt es 27 ehemalige Werbesäulen, die zu der Aktion gehören. Die genauen Standorte sowie mehr Informationen gibt es auf der Webseite der Stadt Köln. (red)