Teil der ersten Folge der neuen Staffel ist direkt eine Hommage an Köln: The Only Naomy trägt ein Minikleid, das den Kölner Dom darstellen soll.
Kölsche DragqueenThe Only Naomy tritt in TV-Show gegen Dragqueens aus aller Welt an

Die Kölner Dragqueen The Only Naomi
Copyright: Celina Palenda/Barcley Photography
In der Fernsehshow „RuPaul‘s Drag Race UK vs. The World“ treten Dragqueens aus aller Welt in ganz unterschiedlichen Disziplinen gegeneinander an. Erstmals ist auch eine deutsche „Queen“ vertreten: The Only Naomy aus Köln. Namensgeber der Show, RuPaul, gilt als internationale Ikone der Drag-Gemeinschaft und sitzt selbst in der Jury. Am Dienstagabend feierte die dritte Staffel des Formats Premiere.
Für Naomy ist die Teilnahme etwas ganz Besonderes: „Das ist ein Meilenstein meiner Karriere und bedeutet mir persönlich natürlich die Welt. Darüber hinaus freue ich mich, dass wir als ‚neue Generation der Deutschen‘ einen ganz anderen Blick auf unsere Kultur haben. Genau diesen Blickwinkel möchte ich auf die internationale Bühne bringen. Man sagt uns Deutschen immer nach, wir sind nicht lustig, aber wir sind einfach nur sehr sarkastisch, was viele zunächst als unhöflich verstehen.“
The Only Naomy stand bereits 2023 beim „Drag Race Germany“ vor der Kamera
Ganz neu ist das Fernsehformat für Naomy allerdings nicht. Bereits 2023 stand sie für die deutsche Version „Drag Race Germany“ vor der Kamera. Dort belegte sie den zehnten Platz und musste die Show vergleichsweise früh verlassen. Als sie nun für das internationale Format angefragt wurde, zögerte sie zunächst, aus Sorge, noch nicht bereit für die große Bühne zu sein. Letztendlich sagte sie aber zu und verriet bereits, dass sie es nicht bereut. An ihrer Seite kämpften Dragqueens aus dem Vereinigten Königreich, Schweden, Thailand, den USA, den Philippinen, Mexiko und Kanada.
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In der ersten Folge bestand eine der Herausforderungen darin, in einem Songcontest gegeneinander anzutreten. Ob die Kandidatinnen selbst singen oder nicht, bleibt ihnen überlassen, da es primär um die Performance geht. Naomy überzeugte hier mit dem eigens kreierten Lied „Blonde. Pretty. Basic!“, bei welchem sie – mit dem zuvor angesprochenen Humor – ihr Erscheinungsbild thematisiert: So wird ihr während des Auftritts ihre blonde Perücke vom Kopf gerissen und unter ihrem blauen Minikleid kommt eine Corsage zum Vorschein. In der Jury sitzt unter anderem die zweifache Eurovision-Song-Contest-Gewinnerin Loreen, die sich von Noamys Auftritt sichtlich unterhalten fühlt.
Der Kölner Dom auf der internationalen Drag-Bühne
In einer weiteren Aufgabe sollen die Kandidatinnen ihr jeweiliges Land repräsentieren. Die Bandbreite reicht von traditioneller mexikanischer Tracht bis zu politischen Statements. Eine britische Dragqueen trägt ein Kleid aus alten Flaggen, an ihrer Hand klebt Kunstblut – ein Verweis auf die Kolonialgeschichte.
Naomy hingegen lässt das kölsche Herz höherschlagen: Sie betritt die Bühne in einem goldenen Minikleid, das den Kölner Dom darstellt – eine Hommage an ihre Wahlheimat. Die beiden Türme bilden den oberen Teil des Kleides und ragen über ihre Schultern hinaus. An einem Arm trägt sie die deutsche Flagge mit dem ersten Artikel des deutschen Grundgesetzes: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“
Naomy kommt aus dem Oberbergischen, lebt aber seit ihrem 18. Lebensjahr in Köln und hatte hier auch ihren ersten Auftritt als Dragqueen. Seit mittlerweile neun Jahren steht sie auf der Bühne. Sie hebt hervor, dass sie sich in Köln besonders wohlfühlt, wenn sie als Drag unterwegs ist: „Ganz egal, ob 10 oder 82 Jahre alt – das Feedback ist so positiv. Ich liebe meine kölschen Omis, die stehen bleiben und sagen: ‚Hör mal Jung, also wenn ich mich so stylen könnte – das ist der Wahnsinn! Doll, sieht die aus, doll.‘ Das sind immer so kleine Momente. Und deswegen kriegt man Köln nie aus mir raus.“
Die Jury zeigte sich von The Only Naomys Köln-Hommage und „Blonde. Pretty. Basic!“ überzeugt: Sie gehörte in der ersten Folge der dritten Staffel zu den besten fünf Teilnehmenden. Wie es für die kölsche „Queen“ weitergeht, kann nun wöchentlich über den Streamingdienst WOW Presents Plus verfolgt werden.
