Kölner BebauungsplanWas gegen ein dauerhaftes Riesenrad in Köln spricht

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Am Schokoladenmuseum stand das Riesenrad im vergangenen Sommer.

Köln – Ohne einen neuen Bebauungsplan gibt es in ganz Köln laut Stadtverwaltung keinen Standort, an dem dauerhaft ein Riesenrad stehen darf. Denn ein Riesenrad, das länger steht als drei Monate, braucht laut Stadt eine Baugenehmigung, nur eine dreimonatige Verlängerung ist möglich.

Attraktion stand erst am Museum, nun am Zoo

Die Verwaltung teilte auf Anfrage der FDP Porz mit: „Derzeit gibt es keinen Standort in Köln, auf dem eine langfristige Aufstellung planungs- und bauordnungsrechtlich möglich wäre. Voraussetzung für eine Genehmigungsfähigkeit wäre daher die Aufstellung eines neuen Bebauungsplans.“ Das Ziel der Liberalen: Das Riesenrad langfristig als Attraktion sichern, entweder an einem fixen oder wechselnden Standorten.

Wie berichtet, hatte die Firma Kipp im Juni 2020 ein 55 Meter hohes Riesenrad am Schokoladenmuseum aufgebaut, damals war die Genehmigung auf sechs Monate verlängert worden. Das Riesenrad als Attraktion stand also sogar bis Januar, Willi Kipp sagte: „Es ist zum ersten Mal, dass ein Riesenrad im Linksrheinischen steht.“ Aktuell befindet sich das Rad seit wenigen Wochen vor dem Zoo.

Auch Landschaft- und Denkmalschutz reden mit

Andere Standorte wie den Rheinpark oder die Deutzer Werft sieht die Verwaltung skeptisch, auch dort brauche es den Bebauungsplan: „Dies gilt auch und insbesondere für einen zentralen innerstädtischen Standort wie zum Beispiel Rheinpark oder Deutzer Werft, der sowohl aus touristischer wie auch wirtschaftlicher Sicht für einen dauerhaft rentablen Betrieb erforderlich wäre. Hinzu kommen Belange des Landschafts- und Denkmalschutzes für den Rheinpark oder Lärmschutzauflagen wie zum Beispiel im Bereich der Deutzer Werft, die auch in einem Bauleitplanverfahren nicht ausgeräumt werden könnten und einem dauerhaften Standort entgegenstehen würden.“

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Diese Umstände habe die Stadt dem Schaustellerbetrieb mitgeteilt, ein Bauantrag oder Anfragen weiterer Interessenten für einen dauerhaften Standort oder rollierende Standorte liegen der Verwaltung laut eigener Aussage bislang nicht vor.

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