Abo

Parteiinterne Kritik bei der Kölner CDU„Falsche Signale“ vor Vorstandswahlen – Teresa de Bellis will kürzer treten

2 min
Teresa De Bellis wird nicht mehr für den CDU-Vorstand kandidieren.

Teresa De Bellis wird nicht mehr für den CDU-Vorstand kandidieren.

Teresa de Bellis will nicht mehr für den erweiterten Parteivorstand der Kölner CDU kandidieren. 

Hinter den Kulissen rumort es weiter bei der Kölner CDU. Am 25. März wählt die Union den neuen Parteivorstand. Dabei gab es ein erstes Signal: Teresa de Bellis, die sich bisher im erweiterten Vorstand der Partei engagiert hat, wird nicht erneut kandidieren. Zudem legt die verkehrspolitische Sprecherin der CDU auch ihr Amt als stellvertretende Vorsitzende der Frauenunion, ihre Funktion als Sprecherin Liegenschaften und auch ihr Engagement im Gestaltungsbeirat nieder.

Die Vorsitzende des CDU-Ortsverbands Junkersdorf, Weiden, Lövenich, Widdersdorf will damit einen Schritt kürzer treten. Sie konzentriert ihre Kraft und Energie auf ihre verbleibenden Aufgaben, begründet die zweifache Mutter ihre Entscheidung. Seit 23 Jahren ist sie politisch in Köln und für die CDU aktiv. Sie bleibt Ortsverbandschefin und verkehrspolitische Sprecherin.

Das Timing spricht dabei für sich: Petelkau hatte vor kurzem seine erneute Kandidatur für den Parteivorsitz bestätigt und hat nun bekannt gegeben, dass er bei den Wahlen in elf Tagen auf sein Vorstandsteam vertrauen will. Er bestätigte, dass die Bundestagsabgeordnete Serap Güler, der Landtagsabgeordnete Florian Braun, Fraunen-Union-Chefin Gisela Manderla und auch Alexander Yohannes, Vorsitzender der Jungen Union, sich erneut als Stellvertreter im geschäftsführenden Vorstand zur Wahl stellen.

Mandl: Aufbruchsignal fehlt

Mit diesem Schritt stößt er bei seinem Konkurrenten für das Amt an der Parteispitze auf Kritik. Karl Alexander Mandl erklärt: „Die Verantwortlichen der letzten desaströsen Wahlergebnisse kandidieren allesamt wieder. Da fehlt völlig ein Ansatz von ‚Wir haben verstanden!’ und das dringend notwendige Aufbruchssignal.“

Mandl bestätigte zudem, dass die Gespräche über den künftigen Parteivorstand derzeit noch laufen würden. Der Vorsitzende der Kölner Wirtschafts- und Mittelstandsunion (MIT) ist zugleich Kopf der parteiinternen Oppositionsgruppe „Zukunft jetzt“. Er hatte im Januar sein Team aus Anwalt Konrad Adenauer, Janina Jänsch, Geschäftsführerin im Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen, Ratsmitglied Anne Henk-Hollstein und Unternehmer Thomas Schneider vorgestellt.

Die Ankündigung Petelkaus sorgt auch bei den CDU-Mitgliedern für Unmut. Viele seien über die ausbleibende Veränderung enttäuscht, heißt es aus Parteikreisen. Es sei das „falsche Signal“, mit dem gleichen Team erneut anzutreten. Unzufrieden im Hinblick auf die Ausrichtung und Entwicklung der Partei macht sich breit.