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Kommentar zum Ost-West-Tunnel Das Machbare muss das Maß aller Dinge sein

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Symbolbild.

Köln – Der geplante Stadtbahn-Tunnel zwischen Heumarkt und Neumarkt ist ein Gewinn. Er wird das ÖPNV-Angebot verbessern, weil es durch ihn weniger störanfälliger wird. Natürlich würde eine längere Röhre vom Heumarkt bis zum Rudolfplatz oder gar bis zum Aachener Weiher noch mehr bringen, beispielsweise an Möglichkeiten, die Innenstadt im Kern neu zu gestalten. Doch es muss nüchtern konstatiert werden: Mehr ist nicht drin.

Da ist das psychologische Moment: An eine lange Tunnelröhre unter der halben Stadt wagt sich nach dem Archiveinsturz im Jahre 2009 keiner mehr leichten Herzens heran. Und dann die Kosten: Ohne es bis auf den letzten Cent durchzukalkulieren, ein Tunnel bis zum Aachener Weiher lässt sich auch mit Zuschüssen kaum bezahlen. Schließlich die Bauzeit: Eine solche über zwei Kilometer lange Röhre im Vortriebverfahren ist unter zehn Jahren nicht zu stemmen.

So muss das Machbare das Maß der Dinge sein. Und es ist gut, dass es nun angegangen wird. Denn wie Oberbürgermeisterin Henriette Reker noch am Montagabend bei einer Diskussionsveranstaltung der Rotarier sagte: „Beim Verkehr hat Köln Nachholbedarf.“