So früh wie in diesem Jahr gab es die XXL-Sitzung noch nie.
Lachende KölnarenaSo feierten 14.000 Jecke in der Lanxess Arena

Lachende Kölnarena mit der Damengarde Köln
Copyright: Nabil Hanano
So früh im Jahr hat es die „Lachende Kölnarena“ in den vergangenen gut sechs Jahrzehnten noch nie gegeben. Bereits am Samstagabend startete die XXL-Sitzung im Henkelmännchen in die Session. „Das war für uns schon ein Wagnis, am 3. Januar zu beginnen. Aber unser Publikum hat das gut angenommen. Knapp 14.000 Jecken sind heute bunt verkleidet nach Deutz gekommen und sind mit vollem Herzen dabei“, sagt Arena-Chef Stefan Löcher. Nur durch den frühen Termin sei es bei der sehr kurzen Session und fünf Konzerten mit dem Rapper Apache 207 möglich, wieder 15 Termine anzubieten, zu denen mehr als 200.000 Gäste erwartet werden.

Lachende Kölnarena mit der Nippeser Bürgerwehr
Copyright: Nabil Hanano
Bepackt mit Stoffbeuteln, Kühltaschen und prall gefüllten Rucksäcken steuern die Fans die Arena an. Auch winterliche Verhältnisse mit Schnee und eiskaltem Wind halten sie nicht auf. „Wir kommen aus Bad Neuenahr und sind schon zum zehnten Mal da. Die Stimmung hier ist einfach einzigartig. Wir sind mit Sekt, Aperol, Käsewürfeln und Brezeln auch gut gerüstet“, sagt Karin Held, bevor sie mit ihren Begleiterinnen stilvoll in Sektgläsern aus Plastik anstößt. Richtig Glück hatten Silvia und Theo Nolden und ihre Gruppe aus Alfter, die bei ihrer Arenapremiere direkt Sitzplätze in der ersten Reihe im Innenraum erwischt haben. „Wir erwarten heute Abend gute Unterhaltung mit bester kölscher Musik. Essen haben wir reichlich dabei. Zum Trinken besorgen wir uns jetzt noch ein Pittermännchen“, sagt Theo Nolden.
Viele kommen seit Jahrzehnten
Seit 25 Jahren kommt Andrea Mayer von Niederaußem mit 18 Freunden und Bekannten zum Feiern nach Köln. „Wir waren früher schon in der Lachenden Sporthalle und sind dann in die Arena gewechselt. Wir genießen hier einfach die großartige Stimmung. In der Kühltasche haben wir zum Beispiel Mettwürste dabei. Dazu gibt es ein Schnäpschen und andere Getränke.“ Unter den Gästen bei der Arenapremiere ist auch der langjährige Veranstalter Eberhard Bauer-Hofner, der jetzt im Ruhestand die Sitzung genießt: „Für mich ist das wie nach Hause zu kommen. Ich kann mich noch gut an die erste Veranstaltung in der Arena erinnern. Da haben wir uns gefragt, ob das in so einer Halle wirklich funktioniert.“ Zum Erfolgsrezept gehöre auch die Selbstverpflegung.
Neuer Nachwuchs-Wettbewerb
In den 61 Veranstaltungsjahren gab es immer wieder Neuerungen. 2026 haben die Veranstalter um Stefan Löcher sowie Nathalie Drmota und Michael Burgmer von der Konzertdirektion Hofner einen neuen Contest für die musikalischen und tänzerischen Nachwuchs ins Leben gerufen. Zu Beginn dere Sitzung präsentierten sich die Musikbands 47 Kölsch, Mätropolis, Kölle Anja und Bohei. Wer den Wettbewerb gewinnt, darf am Karnevalssamstag noch einmal auf die Bühne. Es gab mehr als 45 Bewerbungen für den Contest.
