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Mit Entdeckungstouren und Open-Air-MusikSo feiert Köln die sanierte Oper

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Blaue Stühle, dunkles Holz, viele Logen: So sieht der Zuschauerraum der Kölner Oper nach der Sanierung aus.

Blaue Stühle, dunkles Holz, viele Logen: So sieht der Zuschauerraum der Kölner Oper nach der Sanierung aus.

Beim Eröffnungsfest der„Bühnen Köln“ können Besucher das Ergebnis von 14 Jahren Opernsanierung selbst sehen. Kasalla, Ralph Caspers und Chilly Gonzales sind Teil des festlichen Rahmenprogramms.

Das lange Warten endet mit einem großen Fest: Die Sanierung der Kölner Oper ist abgeschlossen und alle Kölnerinnen und Kölner sind an diesem Wochenende eingeladen, sich die Ergebnisse anzusehen. Sie können einen ersten Blick in die Oper, das Schauspielhaus, die neue Kinderoper und das Kleine Haus werfen. Direkt nebenan auf dem Offenbachplatz und dem Dirk-Bach-Platz gibt es musikalische Programmpunkte auf zwei Open-Air-Bühnen sowie Essens- und Getränkestände.

„Mit einem breitgefächerten Programm nimmt die Oper Köln wieder ihren Platz ein und zeigt: Wir sind wieder da“, sagt Opern-Intendant Hein Mulders über das Eröffnungswochenende. Am Samstag um 12 Uhr eröffnet Oberbürgermeister Torsten Burmester das Programm auf dem Offenbachplatz. Das Kernstück sind die Entdeckungstouren: Wer online einen Zeitslot gebucht hat, kann sich die neue Architektur, die Foyers und Zuschauerräume in Opernhaus und Schauspielhaus ansehen. Im Schauspielhaus wird es auch eine Technik-Show geben. Bei der Backstage-Entdeckungstour in der Oper können die Besucher selbst auf die Hauptbühne gehen. Bald werden dort die Schauspieler stehen und schon jetzt sind dort Teile der Bühnenbilder für die ersten Projekte zu sehen: „Der Rosenkavalier“, „Rigoletto“ und „Kain und Abel“.

Noch Platz für spontane Besucher

Die Entdeckungstouren sind bereits ausgebucht. Etwa 9500 Menschen haben sich für die Oper angemeldet, rund 1200 sind es beim Schauspielhaus. Aber auch für einen spontanen Besuch gebe es noch Kapazitäten, so die Stadt. In der Oper stehe für jeden einzelnen Besuchsslot noch kleines Kontingent für Kurzentschlossene zur Verfügung. Ins Schauspielhaus (nach den Zeitslots mit Buchung), in die Kinderoper und ins Kleine Haus kann jeder auch ohne Anmeldung hinein- und wieder hinausgehen, solange es nicht überfüllt ist. Höchstens 700 Personen dürfen sich gleichzeitig im Schauspielhaus aufhalten.

Der festliche Teil passiert vor allem auf den Open-Air-Bühnen. Der Samstag steht im Zeichen der Musik: Neben Kölner Ensembles und Chören treten auch internationale Bands auf. „Moor Mother“ aus den USA verbindet Afrofuturismus und Jazz, das ukrainische Kollektiv „Dakh Daughters“ spielt Punk. Für das Highlight am Abend konnte die Oper den kanadischen Künstler und Pianisten Chilly Gonzales gewinnen. Er wird um 21.30 Uhr mit seiner Band auf dem Offenbachplatz spielen.

Fachvortrag und Trommelbasteln

Am Sonntag startet das Programm um 11 Uhr mit dem Auftritt des Kölner Domchors und des „Mädchenchors am Kölner Dom“. Alle drei Termine für den Fachvortrag zur Sanierung mit dem Titel „Ein Ort – vier Spielstätten“ sind bereits ausgebucht, Nachrücker können spontan einspringen. Das restliche Programm richtet sich vor allem auch an Familien. Um 12.30 Uhr und um 14.55 Uhr wird Ralph Caspers sich verschiedenen Aufgaben rund um die Kölner Oper stellen: „Besteht Ralph Caspers die Opernprüfung?“ Dafür können Kinder vorher selbst Trommeln basteln, die sie währenddessen spielen können. 

Die Kölsche Band Kasalla spielt am Sonntagabend beim „Neustartkonzert“ in der Kölner Oper.

Die Kölsche Band Kasalla spielt am Sonntagabend beim „Neustartkonzert“ in der Kölner Oper.

Auch abseits des Programms gibt es noch etwas zu sehen. Am Samstag wird das neue Kleine Haus zur Partybühne: Auf einer großen LED-Wand zeigen mehrere Künstler live ihre Visuals zu Musik. Im Schauspielhaus können Besucher die Kunstinstallation „Wort für Wort“ von Gerhard Rühm erleben, die die Erklärung der Menschenrechte zu einem vielstimmigen Hörerlebnis macht. Außerdem gibt es einige kulturelle Aktions- und Infostände.

Erstes Konzert im neuen Opernhaus

Den großen Abschluss bildet am Sonntagabend das „Neustartkonzert“ im Opernhaus. Um 18 Uhr geht es los: Das Opernensemble und der Opernchor starten, nach der Hälfte übernehmen die Kölschrock-Band Kasalla und das Gürzenich-Orchester. Die Tickets wurden verlost. Für die Besucherinnen und Besucher, denen das Glück nicht hold war, wird das Konzert live auf den Außenplätzen übertragen. Um 21 Uhr spielt Kasalla dann draußen auf der Open-Air-Bühne am Offenbachplatz.

Am Donnerstagabend wird die Oper mit dem „Festakt der Bühnen“ künstlerisch eingeweiht, danach folgen die ersten Aufführungen in den neuen Spielstätten. Am Sonntag, dem 27. September, gibt es mit „Der Rosenkavalier“ die erste Premiere in der Kölner Oper nach 14 Jahren Sanierung.