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50.000 Pakete pro StundeDHL eröffnet Erweiterungsbau am Standort Köln-Eifeltor

3 min
Blick in das neue Paketzentrum

Bis zu 50.000 Pakete pro Stunde können künftig im Paketzentrum am Standort Köln-Eifeltor sortiert werden.

DHL hat den Erweiterungsbau des Paketzentrums am Standort Köln-Eifeltor in Betrieb genommen.

Bis zu 50.000 Pakete pro Stunde können künftig im Paketzentrum am Standort Köln-Eifeltor sortiert werden. Möglich macht dies der Erweiterungsbau, den das Logistikunternehmen DHL neben seinem bestehenden Sortierzentrum hat errichten lassen. Am Mittwoch ist er offiziell in Betrieb genommen worden. Gemeinsam mit Bürgermeisterin Teresa De Bellis-Ollinger und der Rodenkirchener Bezirksbürgermeisterin Sabine Müller eröffneten Marc Hitschfeld, Betriebschef Post & Paket Deutschland der DHL Group, und Boris Dobra, Niederlassungsleiter Köln-West, den neuen Teil des Zentrums.

Dank der gesteigerten Sortierkapazität zieht Köln-Eifeltor mit dem bisher größten Paketzentrum Nordrhein-Westfalens in Bochum gleich. Bundesweit verfügt nur das DHL-Zentrum in Aschheim bei München mit rund 72.000 Paketen pro Stunde über eine höhere Sortierleistung. Die Arbeiten für den Erweiterungsbau hatten 2024 begonnen; im Sommer dieses Jahres wurde er planmäßig fertiggestellt. Über eine Gebäudebrücke ist er mit dem seit 1994 bestehenden Paketzentrum verbunden. Der rund 239 Meter lange und 43 Meter breite Neubau bietet rund 10.000 Quadratmeter Produktions- und mehr als 1600 Quadratmeter Bürofläche. Er hat 125 Verladetore. Die Vergrößerung war wegen der Überlastung des alten Sortierzentrums nötig geworden, die dazu geführt hatte, das Sendungsmengen in die Zentren in Neuwied und Krefeld verschoben wurden. Von Köln-Eifeltor aus versorgt DHL rund 1,2 Millionen Haushalte. Das Gebiet reicht von Aachen und der Eifel über den Rhein-Erft-Kreis und das gesamte Kölner Stadtgebiet bis hinein ins Bergische Land, nach Leverkusen und in den Rhein Sieg-Kreis.

DHL investierte dreistelligen Millionenbetrag in Köln

Laut Hitschfeld hat DHL einen „dreistelligen Millionenbetrag“ für den Erweiterungsbau auf dem 43.000 Quadratmeter großen Grundstück am Eifeltor ausgegeben. Damit „investieren wir gezielt in die Leistungsfähigkeit unseres Netzes“, sagte er. „Der Onlinehandel wächst weiter, und unsere Kundinnen und Kunden erwarten zu Recht eine schnelle und zuverlässige Zustellung. Genau dafür schaffen wir hier zusätzliche Kapazitäten. Gleichzeitig stärken wir den Standort Köln und schaffen rund 250 neue tarifgebundene Arbeitsplätze.“ Da der E-Commerce, also der Kauf und Verkauf von Waren über das Internet oder andere digitale Netzwerke stetig wachse, werde auch DHL weiter nachziehen. Mit Sicherheit werde das Unternehmen das nächste Paketzentrum in ein paar Jahren bauen. „Wenn Sie von einem Grundstück wissen, sagen Sie Bescheid.“

Größten Wert lege DHL auf Nachhaltigkeit. So würden nur noch elektrisch betriebene Zustellfahrzeuge angeschafft. Auch für neue Lkw gelte die Vorgabe, dass sie CO2-neutral sein müssten. Damit sich die Anschaffung lohne, brauche es die entsprechenden Rahmenbedingungen, zum Beispiel Klarheit darüber, wie lange die Mautbefreiung für emissionsarme Lkw noch gelten wird, und ausreichend elektrische Energie. „Wenn alle Verkehre, die wir am Eifeltor haben, auf elektrisch umgestellt würden, dann hätte Köln keinen Strom mehr“, sagte Hitschfeld. Auch der Neubau genügt den Anforderungen größtmöglicher Schonung des Klimas. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach und Wärmepumpen trage dazu bei, dass sich das Paketzentrum mit grünem Strom zum Teil selbst versorgen kann. Eine Industriefußbodenheizung gewährleistet eine effiziente Wärmezufuhr, und eine automatische Lüftungssteuerung mache Klimageräte überflüssig. Die Dachbegrünung verringere den Energiebedarf im Winter und schütze das Gebäude im Sommer vor starker Hitze.

Die Zusammenarbeit mit der Stadt bei dem Bauprojekt sei reibungslos gewesen, hieß es allgemein. Bürgermeisterin De Bellis-Olinger lobte die Investition und sprach von einem guten Signal für Köln und die Region. Die Verbindung von ökologischen und wirtschaftlichen Aspekten sei vorbildlich und der Nutzen schon allein wegen der neuen tarifgebundenen Arbeitsplätze groß.